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Main-Kinzig-Kreis : Bürgermeister kämpft um seinen Posten

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Blick auf die Altstadt: Das Städtchen Steinau an der Straße ringt mit seinem Bürgermeister. Bild: Rainer Wohlfahrt

Eine Widmung bringt Steinaus Bürgermeister in Bedrängnis: Aufgetaucht ist sie in einem Buch über Hitlers Sekretär Martin Bormann. Nun holt der Bürgermeister sich rechtlichen Beistand.

          Der in die Kritik geratene Bürgermeister von Steinau an der Straße, Malte Jörg Uffeln, kämpft vehement um sein Amt. Für das laufende Disziplinarverfahren bei der Kommunalaufsicht hat der Rathaus-Chef der kleinen Brüder-Grimm-Stadt im Main-Kinzig-Kreis einen Rechtsanwalt und Beamtenrecht-Spezialisten eingeschaltet. „Bis Anfang Juli wird unsere Stellungnahme bei der Behörde eingehen. Zum laufenden Verfahren kann ich inhaltlich nichts sagen“, erklärte Uffeln am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

          Auch von Seiten der Bürger droht dem polarisierenden, parteilosen Politiker Ungemach. Denn die Stadtverordnetenversammlung hat ein Abwahlverfahren eingeleitet. Ob der Bürgermeister abgewählt wird, darüber entscheiden die Steinauer bei einem Bürgerentscheid am 24. September. Freiwillig zurücktreten will Uffeln definitiv nicht.

          Ein Scherz

          Anlass des Ärgers ist eine fragwürdige Widmung des Bürgermeisters in einem Buch über Adolf Hitlers Sekretär Martin Bormann. Uffeln hatte das Geschenk für seinen Hauptamtsleiter mit der Widmung versehen: „Mein Sekretär! Ihnen, meinem treuen Paladin, in dankbarer Verbundenheit. Ihr Malte Jörg Uffeln ,mF’ 20.04.2015.“

          Die Abkürzung „mF“ kann auch als „mein Führer“ gelesen werden. Zudem ist der 20. April Hitlers Geburtsdatum. Uffeln betonte: „Ich habe keine braune Gesinnung“. Es sei ein Scherz und ein Fehler gewesen. Die Staatsanwaltschaft Hanau sieht keinen Grund für Ermittlungen.

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