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Veröffentlicht: 19.05.2017, 10:28 Uhr

Qualitätsmängel im Busverkehr Verspätungen und Ausfälle

Stadt und Fahrgäste sind mit den Buslinien im Frankfurter Norden unzufrieden. Gründe dafür sind Unpünktlichkeit oder der Verkauf falscher Fahrkarten. Das städtische Nahverkehrsunternehmen greift ein.

von , Frankfurt
© dpa Nicht nur die Fahrgäste sind unzufrieden: Die Nahverkehrsorganisation Traffiq erwartet sich mehr vom Betreiber der Buslinien im Frankfurter Norden.

Die Stadt ist unzufrieden mit der Qualität der Busverkehre im Frankfurter Norden. Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 seien von Januar bis April die Beschwerden der Kunden vor allem über Unpünktlichkeit und Ausfälle von Bussen deutlich gestiegen, klagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) und verlangte: „Das muss besser werden.“

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Die für die Organisation des Busverkehrs zuständige städtische Nahverkehrsorganisation Traffiq bewertet die Leistung der Busunternehmen kontinuierlich nach 13 Qualitätskriterien. Bei allen diesen Kriterien werde der Zielwert von 98 Prozent nicht erreicht, zum Teil lägen die Werte bis zu 15 Prozent darunter, berichtete Traffiq-Geschäftsführer Hans-Jörg von Berlepsch.

Malus-Zahlungen schon im Vorjahr

In fast jedem fünften Bus seien die nächsten Haltestellen nicht angesagt worden, in mehr als jedem zehnten würden keine oder falsche Fahrkarten verkauft. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr 2017, würden den betroffenen Busunternehmen Malus-Zahlungen in einer deutlich sechsstelligen Höhe ins Haus stehen, kündigte Berlepsch an. Dezernent Oesterling sagte dazu: „Uns geht es nicht darum, Strafzahlungen auszusprechen. Wir wollen eine zuverlässige Leistung.“

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Betroffen ist das Bündel A, das 13 Buslinien und drei Nachtbuslinien im Frankfurter Norden und Nordwesten von Rödelheim bis Nieder-Erlenbach umfasst. Betreiber ist die Transdev Rhein-Main GmbH, die unter dem Namen Alpina bekannt ist. Sie ist von Traffiq bis zum Jahr 2020 mit dem Betrieb der Buslinien beauftragt worden.

Mit den Leistungen der Transdev war Traffiq schon im Vorjahr unzufrieden gewesen. Die Malus-Zahlungen, die das städtische Nahverkehrsunternehmen dem Busbetrieb damals in Rechnung stellte, lagen bei einem niedrigen sechsstelligen Betrag. Man habe daraufhin eine schnelle Verbesserung zu erreichen versucht, heißt es bei Traffiq. Doch Anfang 2017 hätten sich die Klagen von Fahrgästen über Ausfälle und technische Defekte gehäuft.

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