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Sportjahr 2013 in Rhein-Main Manchester kann kommen

Das Jahr hat viele sportliche Höhepunkte: Im Fußball schielen die Spitzenclubs der Region nach Europa. In Frankfurt gibt es gleich mehrere erstklassige Sportereignisse.

© dpa Vergrößern Jubel, Trubel, Heiterkeit: Eintracht-Spieler Takeshi Inui hatte bislang viel Grund zur Freude.

Rekordverdächtige Veranstaltungen und Mannschaften auf dem Weg nach oben - 2013 könnte für den Sport im Rhein-Main-Gebiet ein gutes Jahr werden. Das hängt am Ende nicht zuletzt vom Wohl und Wehe der Fußball-Bundesligisten aus der Region abhängen. Insbesondere für Eintracht Frankfurt ist die Ausgangslage gut: Nach der Hinrunde steht der Verein auf dem vierten Tabellenplatz. Gelänge es, die Platzierung bis zum Saisonende zu halten oder gar zu verbessern, würde die Mannschaft von Trainer Armin Veh auf die europäische Sportbühne zurückkehren. Ein Stelldichein mit Real Madrid und Manchester United - rosige Aussichten für Eintracht-Fans. Bislang letzter Coup ist die Verpflichtung von Marco Russ, selbst Eintracht-Gewächs und vom VfL Wolfsburg bis Saisonende ausgeliehen. Am ersten Spieltag der Rückrunde treffen die Frankfurter am 19.Januar auswärts auf Bayer Leverkusen.

Zwei Plätze und vier Punkte hinter der Eintracht liegt der FSV Mainz05. Bliebe es dabei, wäre die Mannschaft von Thomas Tuchel in der Europa League-Qualifikation. Erster Gegner nach der Winterpause wird der SC Freiburg sein. Auf ihren einstigen Trainer Jürgen Klopp stoßen die Nullfünfer am 20. April. Dann geht es gegen Dortmund. Der FSV Frankfurt wird am 3. Februar gegen den FC Ingolstadt ins neue Jahr der Zweiten Fußball-Bundesliga starten. Anders als vor einem Jahr müssen sich die Kicker vom Bornheimer Hang diesmal nicht aus der Abstiegszone kämpfen. Tabellenplatz acht und 27 Punkte bedeuten einen Rückstand von nur fünf Zählern auf den dritten Rang. Den aktuellen Spitzenreiter aus Braunschweig erwarten Trainer Benno Möhlmann, dessen Vertrag im Dezember bis 2014 verlängert wurde, und seine Schützlinge am 19. Mai.

Die Basketballer müssen sich ins Zeug legen

Doch auch Sportfans, für die Fußball nicht die schönste Nebensache der Welt ist, kommen auf ihre Kosten. Dafür sorgen unter anderen die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden. Zum ersten Mal stehen sie im Pokalfinale, das am 3. März in Halle (Westfalen) ausgetragen wird. Vor rund 10000 Zuschauern wird dann der Gegner Schweriner SC heißen. Gegen die Schwerinerinnen waren die Wiesbadener in der Spielzeit 2011/2012 noch in der Vorschlussrunde des Pokals mit 0:3 Sätzen ausgeschieden. In der Liga lief es gegen die Konkurrentinnen aus dem hohen Norden zuletzt aber besser. Gute Chancen hat der Club auch auf die Qualifikation für die Liga-Playoffs. Die Heimspiele müssten dann allerdings in Rüsselsheim absolviert werden. Die „Hölle am 2.Ring“ entspricht nicht den Playoff-Vorgaben des Deutschen Volleyballverbandes.

In Wetzlar steht 2013 nach wie vor alles im Zeichen des Handballs. Mit 22Punkten belegt die Spielgemeinschaft derzeit den neunten Tabellenplatz der Bundesliga. Die letzten Spiele vor der Winterpause gingen knapp verloren, so auch gegen den THW Kiel (26:27). Nach der Pause wegen der Weltmeisterschaft reist die HSG Wetzlar am 8. Februar nach Großwallstadt. Die Unterfranken, 1978 erster deutscher Handballmeister, kämpfen ihrerseits gegen den Abstieg. Das tun auch die Fraport Skyliners aus Frankfurt. Auf dem vorletzten Tabellenplatz werden sich die Basketballer ins Zeug legen müssen, um ihren Verbleib in der ersten Liga zu sichern. Auch wenn sie jüngst - wie gegen den FC Bayern München - gute Leistungen ablieferten.

Frankfurt Marathon im Oktober

Auf jeden Fall erstklassig bleibt die Stadt Frankfurt bei der Zahl sportlicher Großereignisse. Manche Veranstaltung ist vom Main nicht mehr wegzudenken. Dazu gehört das Radrennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“, jährlich am 1. Mai. Die Strecke wird in diesem Jahr durch das Kurzentrum von Bad Homburg führen. Auf dem Rad muss auch schnell unterwegs sein, wer beim Ironman-Triathlon am 7. Juli vorne landen will. Zu den 3,8 Kilometern Schwimmen, den 180 Kilometern Radfahren, und den abschließenden Marathon haben sich mehr als 2500 Athleten aus 51 Nationen angemeldet. Deutlich kürzer ist die Distanz beim Frankfurter City Triathlon am 4. August.

Wer Schwimmen und Radfahren nichts abgewinnen kann, könnte sich mit dem Frankfurt Marathon am 27. Oktober 2013 begnügen. Der Lauf ist vom Weltleichtathletikverband mit dem Gold-Label bedacht, weil besonders viele Spitzensportler antreten und die internationale Fernsehberichterstattung immens ist. 2012 verfehlte der Kenianer Patrick Makau seinen eigenen Weltrekord deutlich. An einem hohen Maßstab werden die deutschen Rollstuhl-Basketballerinnen gemessen werden, wenn sie als Goldmedaillen-Gewinner der Paralympics zur Europameisterschaft in die Frankfurter Eissporthalle (28. Juni bis 7. Juli) kommen. Nicht ganz so schwer lasten die Erwartungen auf ihren männlichen Kollegen. Sie belegten in London Platz sechs.

Quelle: F.A.Z.

 
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