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1:1 gegen Mainz : Ernüchterung für Wolfsburg

  • -Aktualisiert am

Mainzer Punktebringer: Yoshinori Muto hat getroffen Bild: dpa

Trainer Martin Schmidt kommt beim Wiedersehen mit Mainz 05 nur zu einem Unentschieden gegen seinen alten Klub. Der Videobeweis bewahrt Wolfsburg dabei gar noch vor Schlimmerem.

          Erster Heimsieg der Saison, erster dreifacher Punktgewinn des neuen Cheftrainers gegen seinen ehemaligen Verein – was wäre das für eine schöne Geschichte geworden? Aber der VfL Wolfsburg wartet unter der Leitung von Martin Schmidt weiter auf den ersten vollen Erfolg. Dass es gegen Mainz 05 nur zu einem 1:1 reichte, lässt erahnen, wie viel Arbeit auf den Schweizer bei den Niedersachsen zukommt. Wolfsburg war glücklich in Führung gegangen. Eckball von Daniel Didavi, Kopfballtor durch Joshua Guilavogui: Fertig war das 1:0 in der 55. Minute. Aber Mainz kam durch einen schönen Kopfball von Yoshinori Muto (74.) zum Ausgleich. Das Tor war der verdiente Lohn für eine engagierte Leistung, während Wolfsburg in der Nachspielzeit noch eine Gelb-Rote Karte gegen Paul-Georges Ntep hinnehmen musste.

          Bundesliga

          Der Effekt, dass großen Taten im bezahlten Fußball oft eine ärgerliche Ernüchterung folgt, war auch beim VfL Wolfsburg zu beklagen. Das jüngste 2:2 beim desorientierten FC Bayern durfte als Achtungserfolg verkauft werden. Dass im Heimspiel gegen Mainz deshalb aber der große Durchbruch folgen könnte, erwies sich als Trugschluss. Was die Wolfsburger unter der Regie von Schmidt da zu bieten hatten, taugte vor allem in der ersten Halbzeit nicht zum Hingucker. Lieber noch mal quer oder zurück als mutig nach vorne – für diese Art von Spielgestaltung wurde der VfL mit frühen Pfiffen vom eigenen Anhang abgestraft.

          Die Frage, wie normal ein solche Partie überhaupt verlaufen kann, dürfte beide Seiten beschäftigt haben. Schmidt war fünf Jahre lang im Nachwuchs- und zwei lange Jahre im Profibereich für Mainz 05 tätig, eher er dort im Mai dieses Jahres entlassen wurde. Beim VfL möchte er gerne auch ein Team formen, das defensiv wenig Lücken offenbart, nach Ballverlusten aggressiv nachsetzt und schnell in die andere Richtung umschaltet. Dass der Schweizer zudem hohe Laufbereitschaft einfordert, wird seinen Eingewöhnungsprozess nicht gerade verkürzen.

          Die Wolfsburger stehen nach ihrem Fast-Abstieg in der Vorsaison schon wieder in der unteren Hälfte der Tabelle, weil sie viel zu langsam kombinieren und in der Offensiv leicht auszurechnen sind. Gegen Mainz wurde eine unverdiente Führung sehr nachlässig verspielt. Schmidt darf nach drei Unentschieden für sich in Anspruch nehmen, mit dem VfL noch ungeschlagen zu sein. Kurz vor Spielende hatte er das Glück, dass Schiedsrichter Robert Hartmann statt Elfmeter für Mainz nach der Ansicht von Videobildern nur auf Freistoß entschied – ohne zählbare Folge.

          Gruß an den ehemaligen Klub: Martin Schmidt Bilderstrecke

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