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3:2 für Hoffenheim : Uth schockt Mainz in letzter Minute

Richtig gehört: Uth trifft spät, Hoffenheim gewinnt doch noch. Bild: Reuters

Wieder werden die Fans beim Duell zwischen Mainz und Hoffenheim bestens unterhalten. Der FSV liegt früh vorne. Doch am Ende jubeln die Gäste von der TSG.

          Wenn Mainz 05 die TSG Hoffenheim empfängt, dann ist Unterhaltung garantiert: Gewissermaßen war der Hoffenheimer 3:2-Sieg vor 23500 Zuschauern am Mittwochabend nach Toren von Danny Latza (6. Minute) und Yoshinori Muto (16.) für die Gastgeber und Nadiem Amiri (23.), Sandro Wagner (45+1.) und Mark Uth (93.) deshalb nur etwas mehr als Durchschnitt. Neunmal sind sich die beiden Klubs nun in einem Bundesligaspiel in Mainz begegnet, 37 Tore sind dabei gefallen, im Schnitt 4,1. Mehr Tore sind in der Mainzer Bundesligageschichte gegen keinen anderen Gegner in Heimspielen gefallen.

          Die Torejagd eröffneten die Mainzer nach einem fulminanten Beginn: Vom Anpfiff weg ärgerten sie die Hoffenheimer mit aggressivem Pressing. Zudem beherzigten sie einen Wunsch ihres Trainers, öfter einmal auch aus der Distanz aufs Tor zu schießen. Der Lohn: Latza erzielte nach nur fünf Minuten den Führungstreffer mit einem Schuss aus 22 Metern. Zehn Minuten später zeigte der Japaner Muto mustergültig, wie ein kleiner, körperlich unterlegener Techniker robuste Abwehrhünen zum Narren halten kann: Muto umkurvte gleich alle drei gegnerischen Innenverteidiger Benjamin Hübner, Kevin Vogt und Havard Nordtveit und düpierte dann auch noch Hoffenheims Schlussmann Oliver Baumann mit einem scharfen Schuss ins kurze Eck.

          Bundesliga

          Die TSG Hoffenheim blieb in der Abwehr weitgehend ratlos gegen die flinken und aggressiven Mainzer, sei es wegen einer gewissen Müdigkeit aufgrund der Europapokal bedingt zahlreichen Spiele der vergangenen 14 Tage, sei es wegen der zahlreichen Umstellungen im Team, die auch den erstmals im laufenden Kalenderjahr in der Startaufstellung aufgebotenen Kapitän Eugen Polanski Im Duell mit seinem früheren Klub in die Startelf brachte.

          Hoffenheim wahrte aber dank der guten und effizienten Offensive ihre Chance: Amiri überwand den Mainzer Schlussmann René Adler mit dem ersten ernsthaften Torschuss (16.), unmittelbar vor dem Pausenpfiff köpfte Sandro Wagner zum 2:2 ein. Die Vorlage lieferte Lukas Rupp, mit dem sich Wagner zuvor noch mehrere Wortgefechte wegen offenkundig anderer Vorstellungen bezüglich des Zusammenspiels geliefert hatte. Die Wortgefechte der beiden gingen sogar so weit, dass Rupp in einer Szene vergaß, einen Mainzer Konter zu unterbinden. Öztunali vergab die Chance nach dem dadurch möglichen Alleingang übers halbe Feld freilich alleine vor dem Hoffenheimer Torwart Baumann.

          Stattdessen nutzte Uth in der Nachspielzeit einen Fehler in der Mainzer Defensive, um seiner Elf den Sieg und den Sprung auf Tabellenplatz drei zu bescheren. Mainz muss sich bei weiterhin nur drei Punkten trotz einer guten Leistung nach unten orientieren.

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