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2:1 gegen Frankfurt : Auf Werner ist für Leipzig Verlass

  • -Aktualisiert am

Auf Nationalstürmer Werner können sich die Mainzer verlassen. Bild: AFP

Erst zeigen die beiden Mannschaften einen Langweiler, dann wird die Partie doch noch zum Krimi. Beim Leipziger 2:1-Sieg über kratzbürstige Frankfurter ist der Nationalstürmer entscheidend.

          Ganz rund lief es noch nicht für RB Leipzig, aber der 2:1-Heimsieg über kratzbürstige Frankfurter mag für das Selbstbewusstsein vor dem Champions-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul wertvoller gewesen sein als ein leichter Erfolg über einen handzahmen Gegner. Vor allem auf Timo Werner kann sich Trainer Hasenhüttl verlassen, nach Augustins Führungstreffer (28. Minute) erhöhte der Nationalstürmer in der 68. Minute auf 2:0, ehe Rebic (77.) noch eine Resultatsverbesserung für die Eintracht gelang.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          In der ersten Halbzeit stellte sich Leipzig vor knapp 41.000 Zuschauern noch ziemlich unbeholfen an, beim Versuch das Frankfurter Abwehrbollwerk zu zerbröseln. Es war nicht zu erwarten, dass Eintracht-Trainer Niko Kovac seine Mannschaft offensiv ausrichten würde gegen den Königsklassen-Teilnehmer.

          Bundesliga

          Aber so defensiv wie am Samstag, hatte er sein Team in dieser Saison noch nicht eingestellt. Vor der Fünferabwehrkette bot er ein Vierer-Mittelfeld auf, das bei gegnerischem Ballbesitz im geschlossenen Verbund mit verteidigte und bei eigenem Ballbesitz nur sehr zögerlich über die Mittellinie vorrückte. In der Spitze kam sich Mittelstürmer Haller vor wie Robinson Crusoe auf der einsamen Insel, bevor er Freitag ausfindig gemacht hatte.

          Als in der 18. Minute Willems einen Einwurf in der Leipziger Spielhälfte an den eigenen Mann brachte, war das für die Frankfurter Verhältnisse schon ein Sturmwirbel. Ein weniger geglückter Einwurf in der 28. Minute brachte den gerade für den am Oberschenkel verletzten Fernandes ins Spiel gebrachte Boateng in Schwierigkeiten. Nach seinem leicht verunglückten Rückpass traf auch Torwart Hradecky den Ball nicht richtig. Der Leipziger Sabitzer profitierte und spielte Werner an. Den Schuss des Nationalstürmers vermochte Hradecky noch abzulenken, den abprallenden Ball jedoch verwertete Augustin zum 1:0.

          Ziemlich gute Laune: die Trainer Hasenhüttl (links) und Kovac. Bilderstrecke

          Ohne Unterstützung des Gegners vermochte Leipzig kaum einen zwingenden Angriff aufzuziehen. Vor allem das berühmte Umschaltspiel fand nicht statt. Wie auch, sie konnten den Frankfurtern den Ball gar nicht abnehmen und einen Konter starten, die droschen ihn einfach unkontrolliert nach vorne. In der zweiten Halbzeit muteten die Angriffe der Sachsen schon präziser und inspirierter an. Die Eintracht gab ihnen auch ein paar mehr Räume, weil sie ihrerseits nun mitspielen wollten. Erst scheiterte Forsberg noch mit einem Freistoß an Hradecky, dann erhöhte Werner mit seinem sehenswerten Drehschuss ins lange Ecke zum verdienten 2:0.

          Die Frankfurter kämpften unverdrossen weiter und freuten sich über Rebics 1:2. Nachdem Sabitzer (81.) für Leipzig mit einem Kopfball die Latte des Frankfurter Tores getroffen hatte, wäre der Eintracht fast noch der Ausgleich geglückt. Falettes Kopfball (86.) landete am Innenpfosten. Nach viel Anlauf war aus dem Langweiler doch noch ein Krimi geworden.

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