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Marathon Kenianer Kimaiyo wiederholt seinen Triumph

31.10.2004 ·  Der Vorjahressieger hat auch in diesem Jahr beim Frankfurter Marathon gewonnen. Er war der Schnellste unter 15.234 Läufern. Die Siegerzeit: 2:09:10 Stunden - Streckenrekord.

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Boaz Kimaiyo hat im Alleingang seinen Erfolg beim Frankfurter Marathon wiederholt. Der 28jährige Kenianer verbesserte am Sonntag bei der 23. Auflage von Deutschlands ältestem Stadtmarathon seinen Streckenrekord um 18 Sekunden auf die später auf 2:09:10 Stunden korrigierte Endzeit.

Zur Siegprämie in Höhe von 10.000 Euron erhielt Kimaiyo für die Bestzeit einen Bonus von 20.000 Euro. Bei den Frauen bestimmten die russischen Zwillinge Olesya und Elena Nurgaliewa das Rennen. Getrennt durch eine Sekunde sicherte sich Olesya in 2:29:48 Stunden den Sieg und 10.000 Euro Siegprämie vor ihrer Schwester Elena.

„Ab Kilometer 25 habe ich mich immer besser gefühlt“

„Ich liebe Frankfurt, ich komme wieder“, sagte Kimaiyo der Konkurrenz gleich nach dem Zieleinlauf den abermaligen Kampf an. Obwohl er sich vorher im naßkalten Wetter erkältet hatte und die vergangenen Tage mehr schlafend als trainierend verbrachte, lief er der Konkurrenz auf und davon. „Ab Kilometer 25 habe ich mich immer besser gefühlt“, erklärte Kimaiyo. Seine Tempoverschärfungen zermürbten die Mitstreiter. Als Letzter mußte Luke Kibet bei Kilometer 32 abreißen lassen. Am Ende lag Kibet (2:11:28) klar hinter dem Sieger, rettete aber Platz zwei vor seinem Landsmann Benjamin Rotich (2:11:45).

Die deutschen Läufer spielten im Schatten der dominierenden Kenianer keine Rolle. Carsten Eich, Deutschlands seit Jahren bester Straßenläufer, belegte den zwölften Platz. Mit seiner Zeit von 2:16:59 Stunden aber war der 34jährige Braunschweiger nicht zufrieden, denn er verfehlte die Verbesserung der deutschen Jahresbestzeit (2:14:02) deutlich. „Auf der zweiten Hälfte bin ich eingebrochen. Aber aufgeben kam für mich nicht in Frage“, sagte Eich.

„Wir waren heute absolut gleichwertig“

Im Frauen-Rennen bestimmte bis Kilometer 30 die Vorjahreszweite Larissa Malikowa aus Rußland das Geschehen, aber ihre Landsfrauen Olesya und Elena Nurgaliewa sowie Julia Vinokurowa konnte sie nicht abschütteln. Als die 28jährigen Zwillinge das Tempo verschärften, mußten alle passen. „Es war eine glückliche Fügung, daß Olesya gewonnen hat. Wir waren heute absolut gleichwertig“, kommentierte Elena Nurgaliewa ihren zweiten Platz.

Etwa 100.000 Zuschauer verfolgten das Rennen bei guter Witterung. Mit 15.234 Startern lag die Teilnehmerzahl deutlich über der des Vorjahres (13.320). Zum Erfolg des Lauf-Wochenendes trug auch die Marathon-Staffel bei. Über 2500 Starter gingen auf die Strecke, darunter auch Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler, die sich mit der Triathletin Joel Franzmann sowie den Marathon-Assen Claudia Dreher und Katrin Dörre-Heinig die 42,195 Kilometer teilte. „Es war ein wunderbares Erlebnis“, meinte Drechsler.

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