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Mainz - Dortmund : Koller erleidet Kreuzbandriß

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Kopfballduell: Dortmunds Metzelder (r.) gegen Zidan Bild: dpa/dpaweb

Christoph Metzelder hat Dortmund in der Bundesliga in letzter Minute einen Punkt gerettet. Bei Mainz 05 erzielte der Verteidiger in der 90. Minute den 1:1-Ausgleich. BVB-Stürmer Koller fällt nach einem Kreuzbandriß mehrere Monate aus.

          In letzter Minute und mit dem ersten Bundesliga-Tor seiner Karriere hat Christoph Metzelder Borussia Dortmund vor einer weiteren Auswärtsniederlage gerettet, doch Freude kam wegen der schweren Verletzung von Stürmer Jan Koller nicht auf. Nach ersten Diagnosen erlitt der tschechische Nationalspieler, der den BVB nach dieser Saison verlassen wird, beim 1:1 (0:0)-Auswärtsremis am Samstag gegen den FSV Mainz 05 nach einem Zweikampf mit Manuel Friedrich einen Riß des hinteren Kreuzbandes. „Wir sind alle sehr traurig“, sagte Trainer Bert van Marwijk.

          Daran vermochte auch die Tatsache, daß Manndecker Metzelder bei seinem 91. Liga-Einsatz in der 90. Minute ausgeglichen hatte, nichts zu ändern. Mainz-Leihgabe Mohamed Zidan hatte zuvor die Rheinhessen mit einem umstrittenen Foulelfmeter in der 64. Minute in Führung gebracht. Die Gastgeber verpaßten vor 20.300 Zuschauern trotz einer beeindruckenden Vorstellung damit den ersten Heimsieg der Saison und den Sprung von den Abstiegsrängen. „Wir haben aber nicht zwei Punkte verloren“, befand Coach Jürgen Klopp, dessen Team sich von der ersten Minute an ein chancenreiches Duell mit dem ehemaligen Weltpokalgewinner leistete.

          „Probleme mit Zidans Schnelligkeit und Beweglichkeit“

          Die erste Möglichkeit hatte dabei Dortmunds Lars Ricken nach nur 120 Sekunden auf dem Fuß - FSV-Keeper Dimo Wache war aber parat. Fünf Minuten später ließ Zidan BVB-Torwart Roman Weidenfeller nach einem Blitzkonter aussteigen, traf dann aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz.
          Die Mainzer, die fünf Tage vor dem Uefa-Cup-Rückspiel gegen den FC Sevilla in derselben Formation wie zuletzt beim ersten Saisonsieg in Kaiserslautern antraten, forcierten weiter ihr geradliniges Spiel in die Spitze auf den schnellen und technisch brillanten Ägypter. Durch Nikolce Noveski (9.), sowie Zidan selbst (17.) und den erneut starken Michael Thurk (22.) vergaben die 05er aber gute Einschußmöglichkeiten. „Wir hatten große Probleme mit Zidans Schnelligkeit und Beweglichkeit“, räumte van Marwijk ein.

          Seine Schützlinge - ebenfalls in derselben Startelf wie am Mittwoch beim 2:0-Heimsieg über Arminia Bielefeld - versuchten bisweilen das hohe Tempo aus dem Spiel zu nehmen und aus der Abwehr heraus über die Flügel zu agieren. Auch das mit Erfolg, zumindest bis zum Mainzer Kasten. Denn Ebi Smolarek (11./13.) und Jan Koller (12.), kamen binnen 180 Sekunden zu spät oder zielten nicht genau genug. Gegen Ende der ersten Hälfte ließen die Schwarz-Gelben jedoch etwas nach, Weidenfeller rettete das Team nach einem Thurk-Freistoß (42.) vor dem Rückstand.

          Metzelders wichtiges erstes Tor

          Chancenlos war der Keeper dann nach dem Seitenwechsel bei Zidans Strafstoß. Nachdem der 23jährige, der vom SV Werder Bremen für ein Jahr ausgeliehen ist, in der 52. Minute erneut nur das Außennetz getroffen hatte, versenkte er den ruhenden Ball aus elf Metern sicher. Zuvor war Petr Ruman bei einem Zweikampf mit dem späteren Torschützen Metzelder im BVB-Strafraum hingefallen. Schiedsrichter Michael Weiner entschied direkt auf Strafstoß. „Lächerlich“ fand der BVB-Coach die Entscheidung. In dem bis zum Abpfiff packenden Spiel schien Keeper Wache den Sieg mit einigen Glanzparaden festzuhalten. Gegen Metzelders 17-Meter-Schuß war der FSV-Kapitän aber machtlos. „Das war wichtig“, sagte der Premieren-Torschütze.

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