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Neven Subotic „Klopp ist mein Trainer, vielleicht auch ein wenig ein Freund“

Neven Subotic folgt seinem bisherigen Trainer Jürgen Klopp. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger ist nach nur einer Saison mit 33 Einsätzen im Profikader von Mainz 05 für eine Ablösesumme von rund fünf Millionen Euro nach Dortmund gewechselt. Im FAZ.NET-Interview spricht er über seinen Trainer und seine Ziele.

© ddp Vergrößern Hier spielt Neven Subotic noch gegen schwarz-gelbe Aachener - bald trägt er diese Farbkombination in Dortmund selbst

Neven Subotic folgt seinem bisherigen Trainer Jürgen Klopp. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger ist nach nur einer Saison mit 33 Einsätzen im Profikader von Mainz 05 für eine Ablösesumme von rund fünf Millionen Euro nach Dortmund gewechselt.

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Herr Subotic, hat Jürgen Klopp Sie aus Mainz weggelockt?

Neven Subotic: Nein. Klopp hat Mainz 05 versprochen, dass er keine Spieler wegkauft. Er hat zugesichert, dass er nur die Spieler ansprechen wird, die für einen anderen Verein die Freigabe erhalten würden. Das war bei mir der Fall.

Sie hatten in Hoffenheim angeblich schon zugesagt und den unterschriftsreifen Vertrag vorliegen. Hoffenheim ist deshalb etwas sauer auf Sie.

Subotic: Ich war mir mit Hoffenheim fast einig. Das ist richtig. Aber es ist doch legitim, dass ich mir das überlege, wenn mein bisheriger Trainer mich anspricht.

Wann hat Klopp Sie denn angesprochen?

Subotic: Beim Abschiedsfest in Mainz hat er mich gefragt, ob Dortmund was für mich wäre.

Da war Klopp erst wenige Stunden zuvor Trainer in Dortmund geworden.

Subotic: Das ist richtig. Kloppo sagte mir, dass er erst mal in Dortmund Klarheit über die Planungen bekommen muss. Dann würde er sich melden.
Jetzt trainieren Sie in Dortmund wieder unter Klopp und seinem Co-Trainer Zeljko Buvac. Wäre es für einen jungen Spieler wie Sie nicht besser, auch mal andere Methoden kennen zu lernen?

Subotic: Ich habe bisher sehr viel bei Klopp gelernt, habe ihm sehr viel zu verdanken. Ich denke, dass ich mich unter seiner Führung noch sehr viel verbessern kann.

Sie sind mit 16 Jahren alleine nach Mainz gekommen. Ihre Eltern leben weiter in den Vereinigten Staaten, wo Sie derzeit zu Besuch sind. in Ist Klopp in Deutschland ein Ersatzvater für Sie?

Subotic: Nein. Er ist mein Trainer, vielleicht auch ein wenig ein Freund. Auf dem Trainingsplatz kann er aber unabhängig davon sehr hart sein.
Hilft Ihnen der vertraute Trainer auch dabei, dass Sie nun mit den hohen Ansprüchen in Dortmund zurecht kommen?

Subotic: Das könnte ich auch alleine schaffen. Ich bin ein sehr ambitionierter Typ, der Herausforderungen sucht. Vor drei Jahren bin ich alleine aus den USA zum Probetraining nach Mainz gekommen, wo ich niemanden kannte. Das habe ich auch geschafft.

Spüren Sie eine Last, dass Sie mit der Ablösesumme von fünf Millionen Euro nun der wohl teuerste Zweitligaspieler aller Zeiten sind?

Subotic: Ich habe keine Ahnung, wie solche Summen zustande kommen. Das hat ja weniger mit mir zu tun als mit den Vereinen. Ich bin einfach nur froh, dass ich diesen Riesenschritt in eine Fußballstadt wie Dortmund mit Europapokal und allem anderen schon jetzt gehen kann.

Ist es nicht ein komisches Gefühl, dass Mainz 05 finanziell so sehr von Ihnen profitiert? Der Verein hat für Sie schließlich keinen Cent Ablösesumme gezahlt, als Sie vor drei Jahren zufällig auf der Matte standen.

Subotic: Mainz 05 hat sicher ein gutes Geschäft gemacht. Aber ich habe auch extrem profitiert. Der Verein und die tollen Fans haben mir das Vertrauen gegeben, mit 18 Jahren in der Zweiten Liga 33 Spiele in meiner ersten Saison zu machen. Ich hoffe, dass ich bald einmal, vielleicht im DFB-Pokal, mit Dortmund nach Mainz komme und mich bei den Zuschauern bedanken kann.

Sie haben Juniorenländerspiele bestritten für die Vereinigten Staaten, Sie dürften wohl aber auch für Kroatien, Bosnien und wohl auch Deutschland spielen. Für wen entscheiden Sie sich denn?

Subotic: Ich mache mir darüber jetzt gar keine Gedanken. Ich spiele erst mal mein erstes Jahr in Dortmund, bis zu meinem 21. Geburtstag in eineinhalb Jahren muss ich mich dann entscheiden.

Das Gespräch führte Daniel Meuren.

Quelle:

 
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