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Mainz 05-Trainer Tuchel Heidel erhöht auf 60 Millionen

Absolut unverkäuflich: Vor dem Pokalspiel der Mainzer gegen Schalke bekräftigt der Manager, dass Thomas Tuchel bleibt - trotz aller Begehrlichkeiten. Der Trainer bestätigt das.

© dpa Vergrößern Stabile Verbindung: Thomas Tuchel bringt sich weiter für Mainz 05 ein – und zwar mit ungebremster Überzeugung.

Christian Heidel hat Glück, dass in Mainz noch nicht die Hochzeit der Fastnacht ausgebrochen ist. Sonst gäbe es in den kommenden Tagen rund um Mainz 05 vielleicht noch größeren Anlass zu Spekulationen um die Zukunft von Trainer Thomas Tuchel. Denn in den närrischsten der närrischen Tage sind Scheichkostüme durchaus beliebte Verkleidungen. Und diese könnten nach den Worten des Managers des Fußball-Bundesligaklubs derzeit ein wenig Verwirrung stiften am Rhein. Denn Heidel rief die reichen Herren aus der arabischen Welt gewissermaßen selbst auf den Plan, als er am Montag Klarheit um die Zukunft seines Trainers schaffen wollte.

Daniel Meuren Folgen:      

„Mainz 05 wird Thomas Tuchel nicht freigeben, nicht im Winter und auch nicht im Sommer. Ich habe dieser Tage gesagt, dass einer schon 30 Millionen Euro hinlegen müsste. Ich erhöhe heute noch mal auf 60“, sagte Heidel, um einige Minuten später auch diese Phantasiesumme in Frage zu stellen. „Ich betone lieber noch einmal, dass wir auch bei 60 Millionen nicht reden - nicht, dass am Ende noch irgendein Scheich mit einem Bus voller Geld kommt und uns den Trainer wegholen will.“

Tuchel: „Ich bestätige meinen Vertrag hier jeden Tag mit meiner Arbeit“

Auch Tuchel hat nach einigen Äußerungen in den vergangenen Tagen, die er offenbar eindeutig fand, die aber in der bösen Fußballwelt der Gerüchte und Spekulationen nicht zu Unrecht für uneindeutig gehalten wurden, am Montag noch einmal nachgelegt: Er schloss unmissverständlich und glaubhaft jeden in der Boulevardpresse verbreiteten Kontakt zu Schalke 04 und alle aktuellen Ambitionen auf einen Bruch seines bis 2015 datierten Vertrags aus - und deshalb sind also nun die kleinen Fragezeichen der vergangenen Tage zu streichen. „Ich bestätige meinen Vertrag hier jeden Tag mit meiner Arbeit, die ich mit meinem Trainerteam und meiner Mannschaft leiste, aber ich kann doch nicht sagen, was in der Zukunft ist“, sagte Tuchel, genervt vom Getuschel der vergangenen Tage. „Wenn ich hier auf einmal nicht mehr ernsthaft arbeite und die Füße hochlege, könnte mich Christian Heidel auch von heute auf morgen entlassen.“

Dieses Szenario ist jedoch erst einmal unwahrscheinlich. Stattdessen strebt Tuchel mit seinem Team an diesem Dienstagabend (19 Uhr) nach „dem Ausrufzeichen nach einer herausragenden Hinserie“: Im DFB-Pokal will Mainz 05 sich erstmals in der Ära Tuchel für das Viertelfinale qualifizieren. Dafür müssen die Rheinhessen nun just bei Schalke 04 antreten, jenem Verein, der sich am Sonntag von Trainer Huub Stevens getrennt und damit die Spekulationen um Tuchels Zukunft noch einmal wesentlich angeheizt hatte.

Wechsel von Huub Stevens’ habe keinen Einfluss auf Mainz, so Tuchel

Bei Schalke sitzt aber nun vorläufig weder Stevens noch Tuchel auf der Bank, sondern der angeblich bis zum Saisonende mit der Verantwortung für den Achtelfinal-Teilnehmer in der Champions League betraute Jens Keller. Der ehemalige Kapitän der Frankfurter Eintracht und bisherige U-17-Trainer der Schalker wurde am Sonntag zum Cheftrainer befördert. Er soll verhindern, dass das Schalker Jahr nach zuletzt desaströsen Wochen in der Liga und dem Sturz auf Rang sieben nun auch noch mit einem Pokal-Aus gegen die einen Platz besser plazierten Mainzer endet.

Für die Mainzer hat der Wechsel nach den Worten ihres Trainers erst einmal keine gravierenden Folgen, außer dass Tuchel einen der nach seinen Worten „angenehmsten Trainerkollegen“ nicht treffen wird. Er erwartet indes keine überraschenden Personalrochaden. „Ich bin mir ziemlich sicher, die Aufstellung von Schalke 04 zu kennen“, sagte er. Im eigenen Team werden derweil die zuletzt gesperrten Stammkräfte Nikolce Noveski und Christian Wetklo in die Innenverteidigung beziehungsweise ins Tor zurückkehren.

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„Wir haben die körperliche Verfassung und die spielerische Qualität, um es schaffen zu können gegen Schalke“, sagte Tuchel. „Aber Schalke ist trotz aller Geschehnisse der vergangenen Tage der Favorit.“ So werden die Mainzer also versuchen, sich das Kostüm des Favoritenschrecks überzuziehen, um ihrem Manager Heidel einen schönen Geldsegen von weit mehr als einer Million Euro in der Vorweihnachtszeit zu bescheren. Auch diese Summe würde freilich noch nicht reichen, damit Heidel außerhalb der Fastnachtstage glaubhaft im Scheichgewand herumlaufen könnte.

Quelle: F.A.Z.

 
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