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Kassel-Marathon : Spitzengruppe falsch abgebogen

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Zielbewusst: Wer beim Marathon in die Wertung kommen will, muss sich an den Streckenverlauf halten - die blaue Linie dient genau dazu Bild: Picture-Alliance

Dumm gelaufen: die fünf führenden Läufer beim Kassel-Marathon werden falsch geleitet. Sie drehen um und biegen wieder falsch ab. Was danach folgt, macht sie richtig sauer.

          Chaos beim Marathon in Kassel: Die fünfköpfige Spitzengruppe musste am Sonntag komplett disqualifiziert werden, weil sie an einer Stelle der 42,195 Kilometer falsch abgebogen war. Das berichtete die „Hessische Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) auf ihrer Internetseite. Dem Bericht zufolge stellte die Rennleitung fest: Wenn die Fünf auf dem falschen Abschnitt weiter gelaufen wären, hätten sie die Strecke am Ende um rund fünf Kilometer verkürzt. Also stoppte die Leitung die Läufer und nahm sie aus dem Rennen. Laut HNA sorgte das bei den betroffenen Athleten „für großen Unmut“.

          Wie es passieren konnte, dass das Quintett falsch geleitet wurde, ist derzeit noch unklar. Zunächst hieß es, Polizeibeamte hätten den Tross für Halbmarathon-Läufer gehalten, und ihn deshalb in die falsche Richtung geschickt. Nach Aussage des Einsatzleiters der Polizei sei dagegen das Zeitnahmefahrzeug falsch gefahren und hätte die Gruppe damit verwirrt. Nachdem der Fehler bemerkt worden war und die Gruppe gewendet habe, sei sie auf dem Rückweg abermals falsch abgebogen und habe dadurch deutlich abgekürzt. Deshalb mussten die Läufer aus der Wertung genommen werden.

          Zur Gruppe gehörte neben kenianischen Top-Athleten auch der für Grün-Weiß Kassel  startende Ybekal Daniel Berye. Sieger des Rennens wird nun der eigentlich Sechstplatzierte werden.

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