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Freitag, 10. Februar 2012
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Fussball-EM DFB-Elf will in Berlin statt auf dem Römerberg feiern

22.06.2008 ·  2002 wurde die deutsche Fußball-Elf nach dem WM-Finale gegen Brasilien auf dem Römerberg bejubelt. Damals ahnte noch niemand, dass dies der Abschied von der Tradition der Nationalmannschafts-Empfänge am Main war. Auch nach der aktuellen EM wird die DFB-Elf wohl nicht in Frankfurt feiern.

Von Jörg Hahn
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Vor sechs Jahren wurde die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach dem Weltmeisterschaftsfinale von Yokohama gegen Brasilien auf dem Römerberg bejubelt – wie viele erfolgreiche Fußball-Nationalmannschaften vor ihr. Ein Festtag auch für die kommunale Politik, aus der sich mancher Kopf in die erste Reihe des Römer-Balkons zwischen die Fußballprofis zu schmuggeln vermochte.

Damals ahnte noch niemand, dass dieser Juli-Tag gleichzeitig den Abschied von der Tradition der Nationalmannschafts-Empfänge am Main markierte. Teamchef war 2002 der Hanauer Rudi Völler, und er war überwältigt, welchen Empfang Frankfurt dem WM-Zweiten bereitete. „Was wäre eigentlich passiert, wenn wir gewonnen hätten?“, fragte er damals vom Balkon des Römers aus. Die Antwort war ein Jubelchor.

Trost: Endspiel der Frauen-WM 2011 in Frankfurt

Nach der faszinierenden Heim-WM 2006 absolvierte die Auswahl von Jürgen Klinsmann dann schon eine exaltierte Bühnenshow vor Hunderttausenden vor dem Brandenburger Tor. Und so soll es auch diesmal im Erfolgsfall bei der Europameisterschaft kommen: Vom Endspielort Wien aus würde der Tross von Bundestrainer Joachim Löw am Montag nach Berlin fliegen. Teammanager Oliver Bierhoff, so wird berichtet, plane schon eine Mannschaftspräsentation vor dem Brandenburger Tor.

Löw hat seine Vorliebe für Berlin den Medien gegenüber nicht zu verheimlichen versucht. „Berlin ist für uns etwas Besonderes. Wir haben dort bei der WM 2006 emotionale Erlebnisse gehabt, es ist Hauptstadt, dort gibt es die größte Fanmeile.“ Frankfurt ist zwar Sitz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), aber der Puls schlägt inzwischen anderswo. Der für den DFB-Pokal erfundene Schlachtruf der Fußballfans „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ bekommt so für Frankfurter Ohren einen neuen, traurigen Klang. Die Nationalmannschaft feiert – in Berlin. Und Frankfurt schaut zu. Ein Trost: Bei der Frauen-Weltmeisterschaft 2011 wird das Endspiel in Frankfurt ausgetragen.

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