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Probleme mit Gegenlicht-Anlage FSV-Rückkehr ins Heimstadion wieder fraglich

13.05.2009 ·  Die Rückkehr des FSV Frankfurt an den Bornheimer Hang zur nächsten Saison steht abermals in Frage. Nach Informationen der Rhein-Main-Zeitung ist weiterhin unklar, wie verhindert werden soll, dass Autofahrer auf der benachbarten A 661 durch neue 800-Lux-Flutlichter geblendet werden.

Von Tobias Rösmann
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Die Rückkehr des Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt in das Stadion am Bornheimer Hang zur nächsten Saison steht abermals in Frage. Nach Informationen der Rhein-Main-Zeitung ist weiterhin unklar, wie verhindert werden soll, dass Autofahrer auf der benachbarten A 661 durch die neuen 800-Lux-Flutlichter geblendet werden. Strahler dieser Stärke sind laut Deutscher Fußball-Liga verpflichtend, damit die Spiele im Fernsehen übertragen werden können. Der FSV plant, im Sommer an den Bornheimer Hang zurückzukehren und das umgebaute Volksbank-Stadion am 23. Juli mit einem Spiel gegen Werder Bremen zu eröffnen. Derzeit finden die Heimspiele des Profivereins in der Commerzbank-Arena statt.

Mit dieser weiteren überraschenden Wende setzt sich die monatelange Debatte um den Ausbau des städtischen Volksbank-Stadions fort. Anfang März hatte der hessische Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) die Beleuchtungsfrage noch für beantwortet erklärt: Um die Blendwirkung des Flutlichts ungefährlich zu machen, werde eine zwei Kilometer lange Beleuchtungsanlage an der A 661 installiert. Baurecht für dieses sogenannte Gegenlicht könne in kürzester Zeit geschaffen werden, teilte Posch mit. Zwar sei für den Bau der Autobahnlichter „ohne Zweifel“ ein Genehmigungsverfahren erforderlich, doch könnten zwei sehr zeitaufwendige Verfahrensteile entfallen, wenn die Rechte anderer nicht verletzt würden.

Ob Anwohner betroffen sind?

Der Verkehrsminister bezog sich damals auf Gespräche mit den zuständigen Frankfurter Dezernaten und äußerte weiter: „Elementare Grundlage für diese rasche Lösung war die Versicherung der Stadt Frankfurt, von der geplanten Beleuchtungsanlage an der A 661 seien Rechte anderer nicht beeinträchtigt.“

Doch ob Anwohner rund um das Stadion betroffen sind, hat die Stadt offenbar bisher nicht umfassend geprüft. Aus dem Rathaus heißt es nun: „Eine solche Garantie wird aus dem Magistrat niemand unterschreiben.“ Die zuständigen Dezernenten fürchten vermutlich, während des Baus der Autobahn-Lichtanlage von nicht befragten, aber betroffenen Anwohnern erst zu einem Baustopp und anschließend zu einem Jahre dauernden Planfeststellungsverfahren gezwungen zu werden. Unmut verursacht am Ort zudem, dass die Autobahn dort von vier auf sechs Spuren erweitert wird, was zusätzlichen Lärm für die Anwohner bedeutet. In einem internen Papier aus dem Römer heißt es als Quintessenz: „Die Aufstellung der Autobahnbeleuchtung ist frühestens im Sommer 2010 zu realisieren.“

Tempolimit stößt auf Ablehnung

Das wäre für den geplanten FSV-Umzug deutlich zu spät. Als Alternativlösung hatte Vereinsmanager Bernd Reisig Ende Februar ein Tempolimit auf dem fraglichen Autobahnabschnitt vorgeschlagen, um die Gefahr des Blendens zu verringern. An etwa zehn Heimspieltagen könne die Geschwindigkeit zeitweise mit Hilfe von Klappschildern auf 60 Kilometer in der Stunde reduziert werden.

Doch das lehnt das zuständige Amt für Straßen- und Verkehrswesen mittlerweile ab. Behördenleiter Dieter Klussmeier sagte auf Anfrage: „Das ist nicht vorstellbar.“ Sein Amt habe vor allem die Sicherheit der Autofahrer im Blick. Die sei nicht mit einem solchen Tempolimit zu gewährleisten. Schon an Autobahnbaustellen führen Fahrer oft 100 statt der erlaubten 80 Kilometer in der Stunde. Anders als an Baustellen könnten die Autofahrer rund um das Stadion aber nicht einmal den Grund für die Temporeduzierung erkennen. „Dem Plan stimmen wir deshalb nicht zu.“

FSV-Manager spricht von „Gerücht“

Klussmeier bestätigte zudem, dass für eine raschere Lösung in der Bebauungsfrage – die „Befreiung von der Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens“ – die Stadt Frankfurt dem Verkehrsministerium förmlich erklären müsse, dass Dritte definitiv nicht betroffen seien. Ob dieses geschehen werde oder nicht, sei eine „interne Angelegenheit der Stadt“.

FSV-Manager Reisig bezeichnete die Information auf Anfrage als „Gerücht“. Er habe in der zweijährigen Bauzeit eines gelernt: Gelassenheit. Der Verkehrsminister habe sich am 6. März „unmissverständlich geäußert“. Posch habe die Entscheidung zudem nicht „einsam“ getroffen, schließlich seien der Planungsdezernent und die damalige Sportdezernentin der Stadt Frankfurt involviert gewesen. Dem Vernehmen nach hat Reisig allerdings schon einen Brief an die Stadt geschickt, in dem er große Besorgnis geäußert und um rasche Hilfe gebeten haben soll. Aus dem hessischen Verkehrsministerium war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.

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Jahrgang 1977, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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