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FSV Frankfurt Görlitz freut sich auf 1860

 ·  Der FSV-Spielmacher will die Frankfurter Heimserie fortsetzen. Im Hinblick auf den Tabellenstand in der Zweiten Fußball-Bundesliga gewinnt das Duell eine zusätzliche Brisanz.

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In dieser Woche hat Michael Görlitz wieder mit Bayern Münchens Nationalspieler Holger Badstuber telefoniert. Aber nicht, um sich bei ihm nach dem Chaos bei den Münchner „Löwen“, auf die der FSV Frankfurt am Sonntag (13.30 Uhr) zu Hause trifft, zu informieren. Vielmehr ging es darum, eine alte Freundschaft zu pflegen. Sechs Jahre stand der Bornheimer Mittelfeldspieler bei den Bayern unter Vertrag, erst in der Jugend, später in der zweiten Vereinsmannschaft. Aus dieser Zeit resultiert der Kontakt zu Badstuber. Für den gebürtigen Nürnberger und „Bayern-Fan“ Görlitz ist es „immer schön, gegen die Sechziger zu spielen“. Das Duell mit den Münchnern bekommt im Hinblick auf den Tabellenstand in der Zweiten Fußball-Bundesliga eine zusätzliche Brisanz.

Mit einem neuerlichen Heimsieg würden sich die Frankfurter, die in diesem Jahr vor eigenem Publikum noch ohne Niederlage sind, in der Spitzengruppe festsetzen. Bei 1860 hingegen könnte sich die Trainerdiskussion um Reiner Maurer verstärken. „Wir haben kein System. Jeder rennt rum, wo er will“, so lautete die schlimme Kritik des Münchner Profis Daniel Halfar nach dem 0:2 gegen den FC St. Pauli. Von den Münchner Problemen will Benno Möhlmann aber nichts wissen. Der FSV-Trainer sagt: „1860 München wird bei uns ein gutes Spiel machen.“ Er will seine Mannschaft warnen, doch ist das überhaupt nötig? Denn die Phase, in der sich die Hessen ablenken ließen, haben sie offenbar hinter sich gelassen. „Nach dem guten Saisonstart haben wir uns nicht mehr auf das Wesentliche konzentriert und die Dinge ein bisschen zu leicht genommen“, sagt Görlitz. „Aber jetzt haben wir als Mannschaft wieder zusammengefunden.“ Die Siege gegen Jahn Regensburg und in Duisburg bewiesen das.

„Man hat mehr Freiheiten“

Mittlerweile nimmt der Fünfundzwanzigjährige eine neue Position ein. Von der rechten Außenbahn wechselte er ins zentrale Mittelfeld - als Ersatz für Spielmacher Zafer Yelen, der sich auch als hängende Spitze bewährt hatte. Doch Probleme im Sprunggelenk setzten ihn immer wieder außer Gefecht. Nun absolviert Yelen ein „Übergangstraining“, wie es Sportchef Uwe Stöver ausdrückt. Er läuft und macht Koordinationsübungen; Anfang der kommenden Woche soll Yelen in das Mannschaftstraining zurückkehren. Seine neue Rolle ist Görlitz nicht fremd, schon in München und beim schwedischen Erstligaklub Halmstads BK lenkte er das Spiel. „Man hat mehr Freiheiten“, sagt er. Görlitz will Yelen dessen Aufgabe aber nicht abspenstig machen. Beim FSV, der für ihn die erste Profistation in Deutschland ist, hingegen möchte der ehemalige Juniorennationalspieler ein weiteres Jahr bleiben. Per Option haben die Frankfurter die Möglichkeit, den Vertrag bis Juni 2014 zu verlängern - und scheinen derzeit nicht abgeneigt zu sein. „Ich fühle mich hier wohl, und vom Trainer bekomme ich Spielzeit“, sagt auch Görlitz. Er verfolgt jetzt nur ein Ziel: „Wir müssen schauen, nicht zurückzufallen.“ Auch deswegen würde Görlitz seinem Kumpel Badstuber gerne von einem Erfolg gegen die „Löwen“ berichten.

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