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Frauenfußball Frankfurt auf Finalkurs

 ·  Der 1. FFC Frankfurt ist auf dem Weg nach München. Im Hinspiel des Halbfinales der Champions League besiegt der deutsche Klub den FC Arsenal 2:1. Neben dem Siegtor in letzter Minute gibt es einen weiteren Grund zur Freude.

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© dpa Ein großer Schritt Richtung Finale: Svenja Huth (links) und der 1. FFC Frankfurt siegen in London

Die Fußball-Frauen des 1. FFC Frankfurt stehen vor dem erstmaligen Einzug ins Endspiel der Champions League. Der DFB-Pokalsieger kam am Sonntag im Halbfinal-Hinspiel beim FC Arsenal in London zu einem verdienten 2:1 (0:0)-Sieg und hält nun alle Trümpfe für das Rückspiel am kommenden Samstag in der Hand.

Vor 894 Zuschauern brachte Ana-Maria Crnogorcevic die Frankfurterinnen in der 64. Minute in Führung. Ciara Grant (69.) gelang zwar mit einem Kopfballtor der Ausgleich. Kerstin Garefrekes sorgte mit ihrem Treffer in der Nachspielzeit (90.+3) dann für großen Jubel beim FFC. Hinzu kam auch noch das Comeback von Kim Kulig neun Monate nach ihrem im WM-Viertelfinale gegen Japan erlittenen Kreuzbandriss. Die Nationalspielerin wurde nach langer Leidenszeit in der 78. Minute eingewechselt.

„Toll, dass wir gezeigt haben, in der Champions League auch auswärts gewinnen zu können. Aber das war nur der erste Schritt“, sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich. In den drei Runden zuvor hatte Frankfurt in der Fremde stets verloren. Trotz der günstigen Ausgangsposition kündigte Trainer Sven Kahlert an: „Wir werden auch das Rückspiel offensiv angehen.“

Der nach dem kurzfristigen Ausfall von Nationalspielerin Fatmire Bajramaj (Muskelfaserriss) ohne fünf Leistungsträgerinnen angetretene Bundesligaverein wurde nach gut einer halben Stunde weiter geschwächt.

Kapitän Sandra Smisek musste nach einem Zusammenprall mit Jayne Ludlow mit einer Hüftverletzung vom Platz. Für sie kam die angeschlagene Dzsenifer Marozsán, die wegen einer Verstauchung des Sprunggelenks eigentlich geschont werden sollte. Dennoch war Frankfurt das bessere Team und ging verdient als Sieger vom Platz.

Der deutsche Meister FFC Turbine Potsdam erlebte derweil im anderen Halbfinale in Lyon ein Debakel. Der Bundesliga-Spitzenreiter verlor das Hinspiel bei Olympique Lyon mit 1:5 (0:3). Damit sind die Chancen, am kommenden Sonntag im Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam das Finale in München zu erreichen, denkbar gering. Die Potsdamerinnen standen auf regennassem Rasen in Lyon von Beginn an auf verlorenem Posten.

Vor 5000 Zuschauern gingen die Gastgeberinnen nach sechs Minuten durch Amandine Henry in Führung. Das 2:0 durch Anne Francoise Abily fiel in der 20. Minute, ehe die Schwedin Charlotta Eva Schelin 120 Sekunden später für die Vorentscheidung sorgte. Lara Dickenmann (60.) und abermals Abily machten den Kantersieg für den Titelverteidiger gegen den Vorjahresfinalisten perfekt. Den Ehrentreffer markierte Bianca Schmidt eine Minute vor Schluss.
 

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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