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Frankfurter Eintracht Mit dem Geist von zwei Idolen

Glaubt man der Statistik, kann sich Eintracht Frankfurt die Reise nach München eigentlich sparen. Doch Hölzenbein und Grabowski machen Mut.

© Wonge Bergmann Die Spieler freuen sich über das Tor Alexander Meiers in der Begegnung der Spieler der Eintracht mit denen von Greuther Fürth.

Die Vorfreude ist groß. „Dass wir an einem Topspiel teilhaben dürfen, ist Ausdruck unserer außergewöhnlichen Saison“, sagt Pirmin Schwegler. Eine Portion Stolz dürfte dabei sein, wenn der Schweizer die Frankfurter Eintracht am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) beim FC Bayern München als Kapitän anführt. Schwegler, der Stratege und Antreiber vor der Abwehr, hat sich ebenso wie seine Mannschaftskollegen für die Partie beim Branchenführer der Bundesliga viel vorgenommen. „Wir wollen wieder frisch von der Leber weg spielen“, sagt der 25 Jahre alte Fußballprofi. So wie gegen Hannover. So wie gegen Dortmund. Es waren rückblickend die beiden herausragenden Festspieltage der Eintracht in dieser bislang so erfolgreich verlaufenen Saison.

Ralf Weitbrecht Folgen:

Als Tabellendritter hat die Mannschaft von Trainer Armin Veh am frühen Freitagnachmittag die Zugfahrt in die bayerische Landeshauptstadt angetreten. Eine Plazierung, die sich die Hessen in den zehn Spielen zuvor durch zumeist forschen und frischen Angriffsfußball spielerisch verdient haben. Dass die Bayern sieben Punkte vor der Eintracht liegen, ist keine Überraschung. Jupp Heynckes’ Mannschaft ist in der Bundesliga bislang das Maß aller Dinge. Eintracht-Linksverteidiger Bastian Oczipka hat denn auch eine Ahnung, was im schlimmsten aller Fälle passieren könnte. „Es könnte ein Scheibenschießen geben.“ Damit es nicht dazu kommt, muss die Frankfurter Abwehr funktionieren. Vor allem das Gespann in der Mitte muss harmonieren. Der gesetzte Bamba Anderson wird gefordert sein, mit Aushilfskraft Vadim Demidov eine stabile Einheit zu bilden. Gerne hätte Veh den Peruaner Carlos Zambrano in der Stammelf gesehen. Doch dessen Zehenbruch lässt dies nicht zu. „Ihn können wir nicht ersetzen“, sagt der Eintracht-Trainer. „Er hat seine Klasse, obwohl er erst 23 ist.“

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Klasse - das haben die Bayern. Auch und vor allem, wenn sie vor heimischem Publikum gegen die Eintracht spielen. Siege der Frankfurter in München? Man muss schon eine Lupe zur Hand nehmen, um in der Übersicht von bisher 82 erstklassigen Vergleichen seit 1965 Außergewöhnliches zu finden. Der letzte Auswärtssieg bei den Bayern liegt ziemlich genau zwölf Jahre zurück. Am 18. November 2000 waren es Alexander Schur und Jan Aage Fjörtoft, die mit ihren Treffern das 2:1 sicherten. Die beiden weiteren Siege fanden in fast schon grauer Vorzeit statt. Am 4. Dezember 1976 waren Bernd Nickel und zweimal Bernd Hölzenbein beim 3:0 erfolgreich. Und am 20. August 1966 sorgten Wilhelm Huberts und Jürgen Grabowski mit dem 2:1 für Glücksmomente.

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