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Murat Didin im Gespräch „Das hätte ich nie erwartet“

22.09.2008 ·  Der misslungene Auftakt in der Basketball-Bundesliga kam Trainer Didin in der Nacht nach der hohen Niederlage gegen Bonn wie ein böser Traum vor. Aber er weiß schon, wie es wieder aufwärtsgehen soll.

Von Jörg Daniels
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Der misslungene Auftakt in der Basketball-Bundesliga kam Trainer Didin in der Nacht nach der hohen Niederlage gegen Bonn wie ein böser Traum vor. Aber er weiß schon, wie es wieder aufwärtsgehen soll.

Ihre Mannschaft startete mit einer erschreckenden 66:81-Niederlage zu Hause gegen Bonn in die neue Spielzeit der Basketball-Bundesliga. Wähnten Sie sich nach einer vielversprechenden Saisonvorbereitung plötzlich in einem Albtraum?

Genau. In der Nacht nach dem Spiel bin ich zweimal aufgewacht. Ich habe mich gefragt, ob die Saison schon begonnen hat oder ob alles nur ein böser Traum war. Unser Abschneiden war für mich eine große Überraschung. Das hätte ich nie erwartet. Vor dem Spiel in der Kabine waren meine letzten Worte: Macht euch das Leben nicht schwer. Arbeitet hart und spielt smart. Dann ist aber das Gegenteil eingetreten.

Ihre Mannschaft agierte sehr nervös. Hat es sich in der Ballsporthalle vor eigenem Publikum nicht wohl gefühlt?

Nein. Die Ballsporthalle ist unser Zuhause. Da müssen wir glücklich sein und selbstbewusst auftreten. Unsere Spieler Konrad Wysocki und Keith Simmons haben aber sehr früh zwei unerwartete Fouls bekommen. Dadurch haben wir den Rhythmus verloren. Die Intensität in unserem Spiel ließ nach. Sowohl Wysocki als auch Simmons sind wichtige Spieler für uns.

Die Skyliners haben zuletzt für diese Saison hohe Ziele formuliert. Ist der Druck, der auf der Mannschaft lastet, etwa zu groß?

Wir müssen hohen Zielen folgen. Ansonsten können wir sie nicht erreichen. Der größte Druck, den wir haben, besteht darin, dass bei uns einige Spieler verletzt sind. Unser Kapitän Pascal Roller zum Beispiel hätte nicht über 36 Minuten gespielt, wenn uns sein Back-up Adam Emmenecker zur Verfügung gestanden hätte. Wir haben Schwierigkeiten, weil unser Aufgebot nicht vollständig ist.

Während der Vorbereitung hat Ihre Mannschaft fünfzehn Testspiele absolviert. War das vielleicht zu viel?

Nein, nein. Gegen Bonn kamen viele unglückliche Dinge zusammen. Eine gute Wettkampfverfassung kann man sich außerdem nicht nur über das Training holen.

Aber was muss jetzt im Training passieren?

Wir müssen Amerika nicht neu entdecken. Es geht nur über harte und konzentrierte Arbeit.

Der ehemalige Skyliners-Spieler Alex King hat lachend in Ihre Richtung geschaut, als er mit einem Dreipunktewurf für seinen neuen Arbeitgeber Bonn erfolgreich war. Wie finden Sie sein Verhalten?

Wir kennen alle seine Trefferquote aus der Distanz. Mit einem großen Wurf bist du noch nicht der König. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen.

Trauen Sie eigentlich Nationalspieler Wysocki zu, als Basketball-Persönlichkeit in Frankfurt in die Fußstapfen von Roller zu treten, wenn dieser womöglich 2011 seine Karriere beendet?

Wenn Pascal vor Konrad aufhören sollte, kann er die Skyliners-Flagge an Konrad weitergeben.

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