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Frankfurt Skyliners Die Center-Suche geht weiter

28.11.2007 ·  Was sich bereits abgezeichnet hat, ist nun Gewissheit: Der 24 Jahre alte Amerikaner Jamal Sampson bekommt bei den Frankfurtern keinen Vertrag. Der Center konnte Trainer Murat Didin von seinen Fähigkeiten nicht überzeugen.

Von Jörg Daniels
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Ein mitreißender Basketball-Profi scheint Jamal Sampson nicht zu sein. Als sich die Mannschaft der Frankfurt Skyliners am Dienstag vor dem Heimspiel gegen Nancy im Kabinengang versammelte, um sich emotional auf die Uleb-Cup-Partie einzustimmen, lehnte der 2,11 Meter lange Center betont lässig an der Wand. Während sich die Frankfurter Profis in der Ballsporthalle energiegeladen abklatschten, reichte es bei dem Amerikaner meist nur zu einem schlaffen Händedruck.

Womöglich war Sampson enttäuscht darüber, dass er bei der knappen 83:84-Niederlage der Skyliners nicht vorspielen durfte. Sein Vorgänger als Probespieler, Antonio Meeking, dagegen hatte gegen den polnischen Vertreter Anwil Wloclawek die Chance zu Bewährung bekommen – und sie nicht genutzt.

„Er ist nicht gut genug“

Der Test unter Wettkampfbedingungen bot sich an. Denn für den Einsatz eines Spielers in dem internationalen Wettbewerb müssen die Frankfurter keine Bundesliga-Lizenz vergeben. Doch die Nichtberücksichtigung von Sampson begründete Trainer Murat Didin damit, dass man dem Center nicht die Möglichkeit verbauen wolle, bei einem anderen Klub eine Uleb-Cup-Begegnung zu bestreiten.

Was sich bereits abgezeichnet hatte, wurde einen Tag später zur Gewissheit: Der 24 Jahre alte Sampson bekommt bei den Frankfurtern trotz seines sportlich vorzeigbaren Werdegangs keinen Vertrag bis zum Saisonende. Nach zwei weiteren Trainingseinheiten am Mittwoch war Didin von den Fähigkeiten des Centers nicht überzeugt. Sampson fehle zur Zeit die Spielpraxis. „Er ist nicht gut genug, um uns sofort weiterzuhelfen“, begründete der Trainer seine Absage an den Profi. In der abgelaufenen Saison kam der Amerikaner in der NBA bei den Denver Nuggets nicht über die Rolle des Bankspielers hinaus.

Alternativen auf dem Spielermarkt

In 22 Partien lag seine durchschnittliche Einsatzzeit in der besten Liga der Welt bei knapp sechs Minuten. Im Gegensatz dazu war Sampson bei den Skyliners als feste Größe im Kampf um die Lufthoheit unter den Körben vorgesehen. Dank ausgesprochen langer Arme verfügt der Center zwar über eine große Spannweite. Auf dem Feld soll er in den Übungseinheiten jedoch auffallend langsam gewesen sein. Und das, obwohl Sampson als athletischer Profi auf der Position fünf gilt. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass sich seine Bereitschaft, in der Bundesliga in Frankfurt zu spielen, in Grenzen hielt. Als seine Lieblingsziele in Europa hat der Center, dessen Körpersprache nicht den Eindruck vermittelte, bei den Skyliners etwas bewegen zu wollen, jedenfalls Spanien und Italien angegeben.

Auf dem Spielermarkt gibt es für Didin nun vielleicht eine Alternative, die sein Herz höher schlagen lässt. Noch soll dieser gestandene Profi auf den Positionen vier und fünf bei einem anderen Klub in Europa unter Vertrag stehen. Allerdings werden diesem Verein finanzielle Probleme nachgesagt. Wirtschaftlich wäre die Verpflichtung für die Frankfurter wohl möglich. Und, sportlich gesehen, dringend erforderlich. Von Kirsten Zöllner und Maksym Shtein, die Didin als „Rookie-Center“ bezeichnete, bekäme die Mannschaft nicht die erforderliche Unterstützung. So schwer sich die beiden Profis bei der Arbeit auf dem Feld tun, so schwer ist es offenbar für die Skyliners, den richtigen Center für die Startformation zu finden. Noch ist ein Ende der Suche nicht absehbar.

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