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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Frankfurt Skyliners Auf dem Weg ins Penthouse

 ·  Die Frankfurt Skyliners wollen es den schon für das Finale qualifizierten Bambergern nachmachen und sich gegen Bremerhaven durchsetzen. Der Einsatz von Aubrey Reese entscheidet sich kurzfristig.

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In der vorletzten Etage sind die Frankfurt Skyliners schon angekommen. „Jetzt setzen wir unsere Bauhelme auf und arbeiten“, sagt Gordon Herbert, der Cheftrainer des Basketball-Bundesligaklubs. Das zweithöchste Stockwerk des Frankfurter Projektes ist fast fertiggestellt. Um vom Halbfinale der Basketball-Bundesliga noch eine Etage weiter ganz nach oben zu kommen, ist nur noch ein Sieg notwendig.

Am Samstag haben die Hessen im dritten Spiel des Play-off-Halbfinales bei den Eisbären Bremerhaven das Fundament dafür gelegt, indem sie die Mannschaft von Trainer Doug Spradley bei der deftigen 53:79-Niederlage im Kampf um die Spitze der Bundesliga weit zurückwarfen. Schon an diesem Dienstag können die Hessen ins oberste Stockwerk einziehen, wenn sie in der Ballsporthalle (18 Uhr) gegen die zuletzt überraschend schwachen Eisbären den letzten Schritt machen und die „Best-of-five“-Halbfinalserie mit drei Siegen und einer Niederlage beenden.

Oberfränkischer Überschwang

Schon ganz oben im Penthouse der Bundesliga angekommen sind die Baskets aus Bamberg, die am Sonntag 94:82 gegen Braunschweig erfolgreich waren. In Bamberg feierte man den Triumph mit dem typischen oberfränkischen Überschwang. „Jetzt wollen wir auch über die Meisterschaft reden. Sie ist unser Ziel“, sagte Spielmacher Anton Gavel nach dem Sieg. Nun muss sich nur noch weisen, wer ein Wörtchen mitreden kann bei der Vergabe der Wohnung in der Spitzenlage: die Skyliners oder die Eisbären.

Vieles spricht für den Bautrupp von Meistertrainer Herbert, der 2004 mit den Skyliners den Titel gewann. Die Frankfurter hatten in den beiden zurückliegenden Spielen deutliche Vorteile bei der Einteilung der Kräfte. Während die Eisbären in zweiten und dritten Begegnung sichtbare Probleme hatten, spielten die Hessen relativ frisch wirkend bis zum Ende. Der teilweise leidenschaftslose Eindruck, den die Frankfurter im ersten Spiel erweckt hatten, war wie weggewischt. Bei den kraftlos wirkenden Eisbären machten sich hingegen vor allem im zurückliegenden Spiel Zeichen der Resignation bemerkbar. „Zum ersten Mal in den Play offs hatte ich so richtig schwere Beine“, gestand der Bremerhavener Philipp Schwethelm nach der jüngsten Partie ein. Dennoch kann man davon ausgehen, dass die Norddeutschen ein gefährlicher Gegner bleiben. „Wir werden alles tun, um ein fünftes Spiel in Bremerhaven zu erzwingen“, sagte Eisbären-Trainer Doug Spradley. Dass das eine ganze Menge sein kann, haben die Norddeutschen schon bewiesen.

Einsatz von Reese fraglich

Ob die Frankfurter beim vierten Spiel an diesem Dienstag wieder auf das Mitwirken von Aubrey Reese setzen können, steht noch nicht ganz fest. Der Amerikaner hatte am Samstag wegen Problemen an seinem im Februar operierten Knie aussetzen müssen. Die Entscheidung über seinen Einsatz soll erst kurz vor dem ersten Hochball in der Ballsporthalle fallen. In den Augen von Trainer Herbert hatte der Ausfall des Spielmachers sogar überraschend positive Nebenwirkungen: „Wenn einer der stärkeren Spieler ausfällt, kann es sein, dass andere besser spielen.“ Beim Sieg in Bremerhaven waren dies vor allem Pascal Roller und Grayson Moyer.

Einen heimlichen Blick ins Penthouse der Bundesliga zu werfen, um mehr über die dort schon eingezogenen Baskets aus Bamberg zu erfahren, will Herbert lieber nicht. „Wir konzentrieren uns nur auf das nächste Spiel“, sagt Herbert. „Wenn man den Fokus verliert, ist das ein Problem.“

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Jahrgang 1956, Sportredakteur.

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