20.06.2007 · Auf diese Zahlen lässt sich bauen. Eine Studie des Vermarkters Sportfive weist aus, dass die Frankfurter Eintracht neue Freunde gewonnen hat. Der Klub hat demnach mehr als 10,5 Millionen Sympathisanten. Hinzu kommt ein Dauerkarten-Rekord.
Von Ralf WeitbrechtAuf diese Zahlen lässt sich bauen. Die jüngste Fußball-Marketingstudie des international tätigen Vermarkters Sportfive weist aus, dass die Frankfurter Eintracht neue Freunde gewonnen hat. So kann der Klub aktuell auf mehr als 10,5 Millionen Sympathisanten bauen. Das sind zwei Millionen Fußballinteressierte mehr als noch im Jahr 2004, so das Ergebnis der neuen Studie 2007, in der die Einstellung der Fußballinteressierten in Deutschland zu „Märkten, Events, Klubs, Medien und Marken“ befragt worden ist.
Eine weitere interessante Zahl der Studie: Bundesweit kennen über vierzig Millionen Bundesbürger Eintracht Frankfurt. Zum Vergleich: Hinter der Eintracht liegen Vereine wie Hertha BSC Berlin, 1. FC Nürnberg, VfL Wolfsburg und der einstige Liga-Liebling Mainz 05 (32 Millionen). In der Zweiten Fußball-Bundesliga belegen die gerade noch dem Abstieg entgangenen Offenbacher Kickers einen soliden Mittelfeldplatz. Nach den Ergebnissen der Sportfive-Studie sind sie 25 Millionen Bundesbürgern bekannt.
Lob für die Eintracht-Fans
Der Anstieg des Bekanntheitsgrades der Eintracht und die Hinzugewinnung neuer Freunde hängt eng mit der Fußball-Weltmeisterschaft zusammen. Viele Bundesliga-Vereine, so auch die Eintracht, haben von der WM profitiert. Überflügelt wird die Eintracht bei den Sympathiewerten von Absteiger Mainz 05. Die Rheinhessen, fortan mit den Kickers in einer Klasse, dürfen demnach 12,9 Millionen Sympathisanten auf ihrer Seite wissen. Angeführt wird die Rangliste der sympathischsten deutschen Fußballvereine nicht von den Münchner Bayern, sondern von Werder Bremen (27,5 Millionen). Die Hanseaten liegen mit großem Abstand vor dem FC Schalke 04 (22,2) und eben dem FC Bayern (21,9). Abgeschlagen auf dem 18. Platz: Arminia Bielefeld (6,1).
Seit 1994 beschreibt die von Sportfive initiierte Studie die „emotional-qualitativen Imgageprofile“ der Fußballvereine und berechnet aus zusätzlichen Wirtschaftsfaktoren den Markenwertindex eines Vereins. Caroliene Götz, Vice President Corporate Communications von Sportfive, sagt: „Die Fans machen mit ihrer Kreativität und Begeisterung den Fußball zum Fest. Das Fan-Umfeld und die Stimmung im Stadion haben einen großen Einfluss auf die Wirkung eines Vereins. Er wird dadurch auch für Medien, Sponsoren und gute Spieler attraktiv und kann Sympathiepunkte sammeln und noch mehr Fan-Herzen gewinnen.“
Schon gut 26.000 Saisonkarten verkauft
Dass die Marke Eintracht im Ballungsraum Rhein-Main zieht, zeigen auch die jüngsten Zahlen der verkauften Dauerkarten für die kommende Spielzeit. Eine Woche vor Bestellschluss (25. Juni) kann sich Eintracht-Finanzvorstand Thomas Pröckl schon über mehr als 26.000 veräußerte Saisontickets freuen. Auch dies ist neben den bundesweit hinzugewonnenen zwei Millionen Sympathisanten ein neuer Rekord in der Eintracht-Geschichte.
Sportfive-Vertragspartner berufen sich auf die Studie
Markus Schulze (leser-faz)
- 20.06.2007, 11:51 Uhr