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Spielerkritik: Patrick Ochs Der Weg des roten Renners

12.01.2009 ·  Patrick Ochs hat sich bei Eintracht Frankfurt zu einem gestandenen Führungsspieler entwickelt. Der 24 Jahre alte Verteidiger steht am Scheitelpunkt seiner Karriere. In Frankfurt könnte er zu einem zweiten treuen Charly werden.

Von Ralf Weitbrecht, Vale do Lobo
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Einer marschiert vorneweg. Es ist in hohem Maße erfreulich zu sehen, mit welchem Engagement Patrick Ochs in Portugal seinem Beruf nachgeht. Als schnellster Profi aus dem Eintracht-Kader spielt er in den Übungseinheiten oft seine Geschwindigkeit aus und beeindruckt in mitreißenden Laufduellen. „Die Geschwindigkeit wurde mir in die Wiege gelegt“, sagt er zwischen Training und Testspiel an der Algarve. Kein Zweifel: Ochs ist einer der Führungsspieler der Frankfurter Eintracht, und es ist keine Überraschung, dass ihm dies Vorstandschef Heribert Bruchhagen jetzt in einem „offenen Gespräch“ sogar persönlich mitgeteilt hat.

Amanatidis, Spycher, Nikolov, Pröll – und eben Ochs: Das sind die Kapitänskräfte, die sich im Mannschaftsrat besonderer Wertschätzung erfreuen und Dinge sagen dürfen, die über den Rand des Fußballplatzes hinausreichen. Ochs jedenfalls hat im angestammten Winterquartier in Vale do Lobo die Chance genutzt, um sportliche Forderungen zu stellen. Sein Credo: „Mein Ziel ist es, nicht immer im Mittelfeld zu spielen. Ich will etwas erreichen im Fußball.“ Mit Eintracht Frankfurt? „Ich gelte als Frankfurter Gesicht, und die Eintracht ist in jedem Fall mein erster Ansprechpartner.“ Ochs, bis 2010 unter Vertrag, steht am Scheitelpunkt seiner Karriere. In Frankfurt kann er so etwas wie ein zweiter treuer Charly werden. Ober aber er sucht, angetrieben vom eigenen Ehrgeiz und neuen Beratern, eine andere Herausforderung.

„Der Abstand zu den vorderen Tabellenplätzen ist zu groß“

Die Eintracht ohne Ochs? Kaum vorstellbar, dass der rote Renner irgendwann nicht mehr die Außenlinie rauf- und runtersprintet. Er, der sich mit dem Eintracht-Adler auf der Brust sogar in das erweiterte Blickfeld der Nationalmannschaft gespielt hat. „In diesem Jahr ist der Kontakt nach oben abgebrochen“, sagt er. „Der Abstand zu den vorderen Tabellenplätzen ist zu groß.“ Gleichwohl ist Ochs ebenso wie das Gros der Mannschaft davon überzeugt, eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen.

Auch Ochs geht davon aus, dass die vor Jahren begonnene Zusammenarbeit mit Trainer Friedhelm Funkel über das Saisonende hinaus anhält. Es stimmt schon: Bei „Tiger“ Hermann Gerland hat er einst das Rüstzeug für die Bundesliga erhalten. Und bei Funkel und seinen Helfern Reutershahn und Menger hat der mittlerweile 24 Jahre alte Frankfurter die nächsten wichtigen Schritte vollzogen und sich zu einem gestandenen Bundesligaspieler entwickelt. Schade, wenn dies zukünftig nicht mehr der Fall sein würde. Ochs, der wirklich wie ein Führungsspieler auftritt, gehört ebenso zur Eintracht wie das Trainerteam um Anführer Funkel.

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