18.03.2008 · Das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen den Kapitän von Eintracht Frankfurt, Ioannis Amanatidis, ist eingestellt. Dafür ist nun ein Verfahren gegen die Frau eingeleitet worden, die behauptet hatte, von Amanatidis geohrfeigt worden zu sein.
Von Helmut SchwanDie Frankfurter Amtsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen den Kapitän des Fußball-Bundesligavereins Eintracht Frankfurt, Ioannis Amanatidis, eingestellt. Hintergrund war ein Streit im Straßenverkehr, die der griechische Nationalspieler am 4. Dezember vor dem Parkhaus Hauptwache in Frankfurt mit einer Autofahrerin gehabt hatte. Die 33 Jahre alte Mazedonierin hatte in einer Anzeige behauptet, Amanatidis habe sie beleidigt und geohrfeigt.
Wie die Amtsanwaltschaft mitteilte, bestätigten Zeugenvernehmungen jedoch die Darstellung des Fußball-Stars: Er habe die Frau, die verkehrswidrig zum Parkhaus habe abbiegen wollen und dadurch die Fahrbahn blockierte, lediglich im ruhigen Ton auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht.
Daraufhin sei er von der Frau und weiteren Insassen ihres Autos „in heftiger Weise beleidigend angegangen worden“, heißt es in der Mitteilung der Amtsanwaltschaft. Die Strafverfolgungsbehörde hat nun ein Verfahren gegen die Mazedonerin und ihre Begleiter wegen des Verdachts der falschen Anschuldigung sowie Beleidigung eingeleitet.
Helmut Schwan Jahrgang 1956, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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