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Veröffentlicht: 13.05.2017, 08:06 Uhr

Liga-Ausklang Eintracht sucht den Schwung

Trainer Niko Kovac sieht den Liga-Ausklang gegen Mainz und Leipzig als Vorspann für das Pokalfinale – die Stimmung rund um die Frankfurter Eintracht soll sich bessern.

von , Frankfurt
© dpa Verdeckte Ansprache: Für das Eintracht-Team von Trainer Niko Kovac war Shani Tarashaj letztmalig gegen Wolfsburg dabei.

Die besten Nachrichten des Tages sollen über das Rhein-Main-Derby hinaus wirken. Ganz zum Schluss, als Niko Kovac fast schon auf dem Weg zum Übungsplatz war, kam er fast beiläufig auf zwei Personalien zu sprechen, die für die Eintracht von besonderer Bedeutung sind. „Am Sonntag kommt Jesus Vallejo aus Spanien zurück“, sagte der Frankfurter Fußballlehrer. „Und Alex Meier trainiert in seinem Rehazentrum schon wieder auf dem Platz. Vor dem Heimspiel am nächsten Samstag gegen Leipzig wird Alex ins Mannschaftstraining einsteigen. Wir hoffen, dass er es noch schafft. Und bei Jesus werden wir schauen, ob die Fitness reicht, um im Endspurt dabei zu sein.“

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Drei Spiele noch. Eintracht-Trainer Kovac nannte das Paket, das von seiner Mannschaft zu schnüren sei, als „zwei Vorspiele für das Finale in Berlin“. Das DFB-Pokalfinale am 27. Mai im Olympiastadion – es ist das allumfassende Thema, das die Eintracht und ihre große Schar an Sympathisanten in den Bann zieht. Doch Berlin muss noch warten. Die Gegenwart heißt Mainz und Leipzig. Zwei attraktive Bundesligaspiele. Beide werden in ausverkauften Arenen stattfinden, und beide Male wird die Eintracht in höchstem Maße gefordert sein.

„Das Pech verfolgt uns. Kopf hoch, weiter geht‘s“

So erstmals an diesem Samstag beim Rhein-Main-Nachbarn in Mainz, wo es gilt, sich gegen die Spieler von Trainer Martin Schmidt zu behaupten. Obwohl die Nullfünfer (noch) auf dem viertletzten Tabellenplatz stehen, spricht sein Frankfurter Kollege Kovac voller Hochachtung von den Rheinhessen. „Mainz hat eine außerordentlich gute Mannschaft“, sagte der Eintracht-Coach am Freitag. „Schade, dass Mainz da unten steht“, sagte Kovac mit Bedauern und führte den sukzessiven Absturz der 05er auf die vormaligen Belastungen in der Europa League zurück. „Alle Mannschaften, die Europapokal spielen und nicht über einen Kader wie Bayern München oder Borussia Dortmund verfügen, haben immer große Probleme.“

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Die Eintracht hat nicht international gespielt, doch auch sie hat Probleme. Sie sind vor allem personeller Natur. Für die Auswärtspartie in Mainz braucht sich Kovac keinen großen Planspielen hinzugeben. Sein Kader, der für ein Bundesligaspiel 18 Spieler umfassen darf, bildet sich von alleine – durch die Gruppe der Spieler, die nicht verletzt sind. Zu den neuesten Ausfällen gehört neben dem wieder unter Knieproblemen leidenden Marc Stendera nun auch Shani Tarashaj.

Der 22 Jahre alte Stürmer, als Leihgabe vom FC Everton im Sommer zur Eintracht gekommen, hat sich nach Informationen dieser Zeitung den Meniskus angerissen. Die Eintracht wollte die Blessur weder bestätigen noch dementieren. Sicher scheint nur: Auf den Angreifer, der in den zurückliegenden Spielen keine nachhaltigen Spuren hinterlassen hat, wird Kovac in den letzten drei Pflichtspielen wohl nicht mehr zurückgreifen. „Für ihn kann die Saison beendet sein“, sagte der Eintracht-Trainer, der den neuerlichen Ausfall von Spielern bedauerte, deshalb aber nicht resignierte. „Das Pech verfolgt uns. Kopf hoch, weiter geht‘s.“

Eine gute Atmosphäre für das Pokalfinale schaffen

Der Plan für die Partie in Mainz, die sich zumindest 3355 mitreisende Frankfurter Fans vor Ort in der Arena anschauen werden, ist klar umrissen. „Nach dem schwachen Spiel gegen Wolfsburg werden wir ein ganz anderes Gesicht zeigen“, versprach Kovac. Gemeinsam mit seinen Assistenten habe er das Gespräch mit seiner Mannschaft gesucht und ihr auch noch einmal die Bilder vom 0:2 gegen den VfL vor Augen geführt. „So wie zuletzt in Frankfurt werden wir in Mainz nicht auftreten.“

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In der Bundesliga läuft es für die Eintracht alles andere als rund. Der Sieg gegen Augsburg war der einzige positive Ausreißer der vergangenen drei Monate. Seit dem 3:1 vom 22. April hat sich das Thema Klassenverbleib erledigt. Doch der andere Wunsch, sich tabellarisch noch einmal nach oben zu bewegen, hat sich nicht erfüllt. Die Eintracht ist Elfter – Mittelmaß im Mittelfeld der Liga. „Ich weiß, wo wir hergekommen sind“, sagte zwei Runden vor Ultimo Trainer Kovac. „Deshalb haben wir bis jetzt eine gute Saison gespielt. Und jetzt wollen wir schauen, dass wir eine gute Atmosphäre für das Pokalfinale schaffen.“ Mit einem Erfolgserlebnis bei Mainz 05? Für die personell am Limit agierenden Frankfurter sind Punktspiele beim Nachbarn in Mainz, die sie noch nie gewinnen konnten, schon immer etwas Spezielles gewesen.

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