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Korkmaz operiert, Schwegler bandagiert Der Frankfurter Patient

02.02.2010 ·  Brüche, Risse und Operationen gehören ebenso zum Alltag der Frankfurter Eintracht wie Technik, Tore und Training. Immerhin: Pirmin Schwegler muss nicht unters Messer - anders als Ümit Korkmaz, der wieder monatelang pausieren muss.

Von Josef Schmitt
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Ümit Korkmaz ist am Montag in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Frankfurter Universitätsklinik wegen eines doppelten Jochbogenbruchs operiert worden. Diese Verletzung hatte sich der Profi der Frankfurter Eintracht am Samstag beim Spiel gegen den 1. FC Köln zugezogen. Wie lange Korkmaz seinem Beruf nicht nachgehen kann, bleibt zunächst offen. Der neue Mannschaftsarzt Dr. Matthias Feld hält es für wahrscheinlich, dass Korkmaz schon in wenigen Tagen wieder mit Lauftraining beginnen, und für möglich, dass er in einigen Wochen mit einer schützenden Gesichtsmaske auch wieder spielen kann.

Eine gute Nachricht aus der medizinischen Abteilung ist auch, dass der Schweizer Nationalspieler Pirmin Schwegler, der sich beim Spiel in Nürnberg einen doppelten Bänderriss im rechten Sprunggelenk zugezogen hat, nicht operiert werden muss. Eine Kernspintomographie in der BG-Unfallklinik hat ergeben, dass das Syndesmoseband nicht ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen worden ist und deshalb eine konservative Behandlung möglich sein wird. Schwegler wird Trainer Michael Skibbe dennoch vier bis fünf weitere Wochen nicht zur Verfügung stehen.

„Vorschädigungen, die viele Spieler haben“

Die schweren Verletzungen von Korkmaz und Schwegler sind das bisherige Ende einer unglaublich anmutenden Verletzungsserie, von der die Eintracht auch unter dem neuen Trainer betroffen ist. Knochenbrüche, Bänderrisse und Operationen gehören bei der Eintracht scheinbar genauso zum Alltag wie Technik, Tore und Training. Trainer Skibbe begründet die auffällige Häufung mit den „Vorschädigungen, die viele Spieler haben“. Neben Korkmaz und Schwegler beklagt die Eintracht mit Ioannis Amanatidis, Zlatan Bajramovic, Aleksandar Vasoski und Martin Fenin vier weitere langfristige Ausfälle, die in dieser Saison zwar alle schon gespielt haben, deren Verletzungen aber schon in der Vergangenheit aufgetreten waren.

Stürmer Amanatidis wurde im November zum zweiten Mal wegen eines Knorpelschadens im Knie operiert und wird möglicherweise in dieser Saison nicht mehr spielen können. Abwehrspieler Vasoski leidet an der gleichen Verletzung und wurde Ende November ebenfalls am Knie operiert. Vasoski hatte sich gerade erst nach Operationen an der Lunge und einem Rippenbruch. den er sich 24. September im Pokalspiel gegen Alemannia Aachen zugezogen hatte, wieder herangekämpft.

Mit dem schlimmen Wort der „Dauerverletzten“ werden auch Bajramovic und Fenin in Verbindung gebracht. Fenin wurde im Juni und im Dezember vergangenen Jahres jeweils an beiden Leisten operiert und kämpft verzweifelt um seine Rückkehr in den täglichen Übungsbetrieb. Und Bajramovic hatte sein Comeback nach vier Operationen wegen eines entzündeten Großzehs geschafft, bevor nun eine Achillessehnenverletzung einen abermaligen operativen Eingriff nötig gemacht hat. In diese Reihe gehört auch Christoph Preuß, der in dieser Saison sein Comeback nach vier Knieoperationen gefeiert hatte, vergangene Woche aber seine Karriere beenden musste.

Training im Reha-Zentrum in Donaustauf

Die Kette der Verletzungen bei der Eintracht hat Anfang des Jahres dazu geführt, dass nahezu der komplette Angriff nicht unter Cheftrainer Skibbe in Frankfurt, sondern unter Physiotherapeut Klaus Eder im Reha-Zentrum in Donaustauf trainiert hat. Dort arbeiteten nebeneinander Amanatidis, Fenin und Nachwuchstalent Cenk Tosun, der sich mit Entzündungen an beiden Patellasehnen plagt. Neben den Angreifern waren auch die Torhüter der Eintracht betroffen. Jan Zimmermann fehlte viele Wochen wegen einer Schambeinentzündung. Aktuell stellt sich der 24 Jahre alte Torwart zu einem Probetraining beim bulgarischen Erstligaklub Chernomorets Burgas vor. Ralf Fährmann hatte sich am 19. Juli die Mittelhand gebrochen, Regionalliga-Torwart Andreas Rössl am 7. September den Mittelfuß. Und Markus Pröll hatte sich bei einem Unfall am 21. September eine Schultereckgelenksprengung zugezogen.

Fast schon vergessen sind da der Rippenbruch von Patrick Ochs und die angebrochene Rippe von Maik Franz. Bei all diesem Verletzungspech war es auch keine wirkliche Überraschung, dass die sogenannte „Schweinegrippe“ die Eintracht nicht verschont hat. Jungprofi Marcos Alvarez musste Anfang November ein Woche wegen hohen Fiebers zuschauen.

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