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Im Gespräch: Markus Pröll, Torwart der Eintracht „Wie Oka bin auch ich ein Stück Eintracht“

23.06.2009 ·  Er trägt das Trikot mit der Rückennummer 21, fühlt sich aber als erste Kraft: Der 29 Jahre alte Eintracht-Torwart gibt sich vor dem Start in die neue Saison gewohnt kämpferisch.

Von Josef Schmitt
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Vier Torhüter stehen bei der Frankfurter Eintracht für die kommende Saison unter Vertrag. Ihr Name taucht immer wieder auf, wenn von einer „Streichliste“ die Rede ist. Wollen und werden Sie die Eintracht noch verlassen?

Ganz sicher nicht. Ich weiß gar nicht, wie mein Name in Verbindung mit einer Streichliste gebracht werden kann. Weder mit mir noch mit meinem Berater Klaus Gerster, mit dem ich nach einer Pause die Geschäftsbeziehungen wiederaufgenommen habe, wurde darüber je ein Wort gesprochen. Ich habe noch ein Jahr Vertrag und werde diesen erfüllen.

Sie sollen im Spätherbst um Ihre Freigabe gebeten haben, weil Sie damals Ihren Stammplatz verloren hatten. Das soll Ihnen mancher bei der Eintracht übelgenommen haben.

Das stimmt nicht, ich habe nie um meine Freigabe gebeten. Ich war nie auf der Suche nach einem neuen Verein. Deshalb hat es auch keine Verhandlungen mit irgendeinem anderen Klub gegeben. Ich wollte nie weg aus Frankfurt, weil ich mich hier sehr wohl fühle.

Trotzdem hatte es einige Irritationen mit Trainer Friedhelm Funkel gegeben. Wie sind Sie nun auseinandergegangen?

Es stimmt, ich war zwischenzeitlich enttäuscht, weil er aus meiner Sicht nicht konsequent genug hinter mir gestanden hatte. Egal ob in Dortmund, Schalke oder anderen Klubs, da gab es nie Diskussionen um die Nummer eins, wenn die mal verletzt war. In Dortmund hatte Marc Ziegler Roman Weidenfeller gut vertreten, auf Schalke Matthias Schober oder Ralf Fährmann Manuel Neuer. Aber an der Hierarchie hatte sich nichts geändert. Das hat mir hier gefehlt, und das habe ich Friedhelm Funkel gesagt. Nach dem letzten Spiel haben wir noch ein persönliches Gespräch geführt. Er hat sich bedankt, weil ich mich tadellos verhalten hätte. Wir haben uns die Hand gegeben, da ist nichts zurückgeblieben.

Die Vergangenheit ist also abgearbeitet. Die Zukunft verspricht einen harten Konkurrenzkampf, denn Ralf Fährmann wurde ja sicher nicht für die Bank verpflichtet. Wie sehen Sie Ihre Chancen?

Gut, ich werde jedenfalls nicht kampflos das Feld räumen. Mit der Eintracht verbindet mich vieles. Ich bin ja jetzt auch schon im siebten Jahr hier. Wie Oka Nikolov bin ich auch ein Stück Eintracht. Da steckt viel Herzblut drin. Zum Ende der letzten Saison habe ich wieder ordentliche Leistungen geboten, darauf kann ich aufbauen. Ich will zum Bundesligastart im Tor stehen.

In der vergangenen Saison hatte es ein fast schon kurioses Wechselspiel zwischen Ihnen und Oka Nikolov gegeben. Warum waren Ihre Leistungen nicht so konstant wie von allen erhofft?

Ich habe meinen Stammplatz in den letzten Jahren meistens wegen Verletzungen verloren, nicht wegen schlechter Leistungen. In der letzten Saison war es einfach eine ganz unglückliche Situation. Das ist Oka in der letzten Saison dann auch mal passiert. Es ist einfach unglücklich gelaufen. Ich hatte immer irgendwelche Schmerzen, häufig sogenannte Restschmerzen nach Verletzungen. Bevor das Narbengewebe am Fuß operativ entfernt wurde, hatte ich immer Probleme. Ein perfekter Absprung war da nicht möglich. Solche Dinge, eigentlich Kleinigkeiten, belasten und behindern, auch wenn man es selbst nicht immer wahrhaben will.

Wie steht es im Augenblick um Ihre Gesundheit?

Ich bin gerade von einem zweiwöchigen Urlaub von den Malediven zurückgekehrt. Es war einfach traumhaft, und ich habe mich dort total gut erholt. Und, das ist das Wichtigste, ich habe keinerlei Schmerzen. Diesmal beeinträchtigt mich nichts, aber auch gar nichts. Ich fühle mich total gesund und fit. Deshalb freue ich mich riesig auf den nächsten Montag, wenn es wieder losgeht.

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