22.02.2010 · Der Brasilianer Chris sagt, was die Frankfurter Eintracht derzeit besonders gut macht - und was sie noch deutlich besser machen kann. „Ich denke, dass er einen Scherz gemacht hat“, meint er zur Aussage von Schalke-Trainer Magath, die Eintracht sei ein Konkurrent um Platz drei.
Der Brasilianer Chris sagt, was die Frankfurter Eintracht derzeit besonders gut macht - und was sie noch deutlich besser machen kann. So oder so ist er überzeugt, dass sie ihren Gegnern in der Bundesliga imponiert.
Spielt Eintracht Frankfurt so gut wie noch nie, seitdem Sie hier sind?
Nein, wir haben schon oft so gut gespielt, erinnern Sie sich nur an die Zeit mit Jones, Streit und Amanatidis, als wir gegen Schalke im Pokal und gegen Köln ganz klar gewonnen haben. Da haben wir auch gut gespielt. Aber zurzeit spielen wir halt auch noch sehr konstant, das ist das wirklich Neue. Und natürlich, dass wir auch auswärts in der Lage sind, unser Spiel durchzubringen.
Was macht denn die Stärke der Eintracht in dieser Saison aus?
Wir spielen Fußball, zumindest versuchen wir es immer. Wir hauen nicht mehr die Bälle einfach nur weg, sondern versuchen, aus der eigenen Abwehr heraus zu kombinieren. Das haben wir auch unter dem größten Druck in Hamburg gemacht. Ich glaube, das imponiert auch den Gegnern. Und man sieht daran, dass wir viele gute Fußballer in unserer Mannschaft haben.
Was fehlt der Eintracht noch?
Na ja, oft kommen wir nicht gefährlich genug nach vorne. Ich denke da an das Spiel in Hoffenheim, als wir klar besser waren, aber dennoch nicht viele Chancen hatten. Das war auch phasenweise in Hamburg so. Wir müssen uns also noch weiter verbessern, wir brauchen vielleicht auch noch weitere gute Spieler für die nächste Saison. Wenn Amanatidis und Fenin zurückkehren, würde das auch helfen. Dann kann es weiter aufwärtsgehen.
Und was ist in dieser Saison möglich?
Vieles ist möglich, weil wir ja bewiesen haben, dass wir mithalten können, egal, ob in Bremen, Hoffenheim, Dortmund oder Hamburg. Aber unser Problem ist, dass die anderen auch konstant spielen und nur selten verlieren. Wir haben aber auch einen Vorteil: Wir stehen nicht unter Druck, von uns verlangt keiner den fünften oder sechsten Platz. Wir können also relativ locker aufspielen.
Felix Magath, der Trainer von Schalke 04, betrachtet die Eintracht sogar als Konkurrenten im Kampf um Platz drei. Was sagen Sie dazu?
Ich denke, dass er einen Scherz gemacht hat.
Ihr Einsatz in Hamburg war lange gefährdet, und schon gleich zu Beginn der Partie lief sich Sebastian Jung warm, weil der Trainer Angst hatte, Sie müssten den Platz bald wieder verlassen. Was war da los?
Ich habe echte Probleme mit den Adduktoren auf der rechten Seite, der Schmerz zieht den ganzen Oberschenkel hinunter. Ich habe eine Spritze bekommen und hatte trotzdem ein bisschen Angst, es könnte was passieren. Während des Spiels ist es aber besser geworden. Jetzt nach dem Spiel habe ich aber wieder Schmerzen, irgendwie ist die gesamte Muskulatur fest.
Werden Sie am nächsten Samstag beim VfB Stuttgart dabei sein können?
Das hoffe ich. Ich muss jetzt erst einmal mindestens zwei Tage Trainingspause einlegen, bis sich alles wieder beruhigt hat. Ich werde natürlich nur spielen, wenn kein Risiko besteht, dass etwas reißt.
Sie gelten über diese aktuellen Probleme hinaus als verletzungsanfällig. Stimmt das?
Ich war einige Male verletzt. Aber man muss sehen, welche Verletzungen ich hatte. Da war zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall dabei. Und dann habe ich mir bei einem blöden Sturz eine Schultereckgelenksprengung zugezogen. Das sind keine typischen Fußballverletzungen. Zerrungen, Prellungen oder Dehnungen hatte ich kaum. Deshalb glaube ich nicht, dass ich besonders verletzungsanfällig bin. Und in dieser Saison kann ich ja ziemlich konstant spielen.