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Eintracht Frankfurt Uwe Bindewald zurück zur Familie

„Einmal Eintracht, immer Eintracht“ – das waren die Worte von Uwe Bindewald bei seinem Abschiedsspiel im Juli 2007. Nun steigt er als Assistenztrainer bei der U 23 der Frankfurter ein.

© Frank Röth Vergrößern Uwe Bindewald, hier in seiner Fußball-Schule in Friedberg-Dorheim, möchte fortan die Eintracht-Junioren voran bringen

„Einmal Eintracht, immer Eintracht“ – das waren die Worte von Uwe Bindewald bei seinem Abschiedsspiel im Juli 2007. Auf 263 Bundesliga-Partien kann das 41 Jahre alte Frankfurter Fußball-Idol zurückblicken. Müsste Bindewald erklären, was das Besondere an der Eintracht, „meiner einzigen sportlichen Heimat“, ist, bräuchte er ein „dickes Buch“. So viel Positives hätte der frühere Abwehrrecke und Vorkämpfer auf dem Platz über seinen Lieblingsklub zu erzählen. Nun schreibt der gelernte Gas- und Wasserinstallateur ein neues Kapitel beim Traditionsverein: Wenn die U-23-Mannschaft des Bundesliga-Klubs am 28. Juni mit der Vorbereitung auf die kommende Regionalliga-Saison startet, beginnt auch für Bindewald seine neue Tätigkeit als Assistenztrainer von Oscar Corrochano.

„Für mich ist es der dritte Anfang – und die zweite Rückkehr zur Eintracht“, sagt „Zico“. Schon einmal stand Bindewald, dessen Vertrag zwei Jahre läuft, an der Seite des acht Jahre jüngeren Cheftrainers. In der ersten Jahreshälfte 2008 bildeten beide für rund fünf Monate das Trainergespann bei der U 19. Sehr zur Freude von Alexander Schur. „Mit Uwe kommt ein weiteres Mitglied der Eintracht-Familie heim“, sagte sein einstiger Bundesliga-Weggefährte damals zur Begrüßung. Doch anders als auf dem Platz trennten sich die Wege schnell wieder. Denn Bindewald nahm das Angebot zur Vertragsverlängerung nicht an – vor allem, weil es finanziell nicht seinen Vorstellungen entsprach.

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Eigene Fußballschule in Dorheim

Dass das Bedauern bei Armin Kraaz über dessen Absage ernst gemeint war, zeigte sich jetzt. Der heutige Leiter des Jugendleistungszentrums unternahm einen neuen Anlauf. Und diesmal einigten sich beide Seiten. „Ich bin zufrieden und Armin auch“, sagt Bindewald über das „akzeptable Angebot“. Mit der Jobofferte der Eintracht hatte Bindewald „nicht unbedingt gerechnet“. Auf der anderen Seite sei der Kontakt zu Kraaz nie abgerissen, berichtet der ehemalige Erstliga-Profi.

In den vergangenen zwei Jahren war es um Bindewald ruhig geworden. Die Anfragen, die er von Vereinen bekam, reizten ihn nicht. „Es war nicht das, was ich will – und was ich brauche.“ Zu beschäftigen wusste sich Bindewald, für den Giovanne Elber früher der unangenehmste Gegenspieler war, trotzdem. In Friedberg-Dorheim leitet er eine eigene Fußballschule. Und beim JFC Frankfurt, dem von „Charly“ Körbel gegründeten Jugendfußballclub, trainierte Bindewald die D-Jugend in der Kreisliga. Nun blickt er auf ein „lehrreiches und interessantes Jahr“ zurück. Wie seine Vorfreude groß ist auf die neue Herausforderung bei der Eintracht. Spieler zu betreuen, die ein sehr gutes Niveau hätten und bereit seien, „Gas zu geben, weil ihr Ziel der bezahlte Fußball ist“ – „da gibt es nichts Schöneres“, findet Bindewald. „Es ist wunderbar, dass es geklappt hat.“

Lob von früheren Schützlingen

Der Umbruch in diesem Sommer bei der U 23 ist ein zusätzlicher Anreiz für ihn. Schon 2008 war das Frankfurter Urgestein gut bei den Talenten angekommen; der Spieler Mario Pokar nannte ihn damals einen „unserer besten Assistenztrainer“. Bindewald ist für den Nachwuchs Vorbild und Identifikationsfigur. Wenn er von Willensstärke spricht, weiß jeder, was gemeint ist. Im Augenblick besitzt Bindewald die Trainer-A-Lizenz. Bräuchte er irgendwann die Ausbildung zum Fußballlehrer, nähme er sie wohl in Angriff. 18 Jahre verbrachte Bindewald, der als A-Jugendlicher vom OFC kam, als Jugend-, Amateur- und Profispieler in Frankfurt. Nun gibt es für ihn wieder ein Wiedersehen. Von der Eintracht wird Bindewald nie loskommen.

Quelle: F.A.Z.

 
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