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Eintracht Frankfurt : „Es läuft einfach gegen uns“

Am Boden: Die Eintracht kämpft gegen Freiburg vergebens und muss sich geschlagen geben. Bild: Wonge Bergmann

Die Eintracht verliert das Spiel gegen den SC Freiburg 1:2 und hat dabei Pech: Ein Tor von Rebic wird nicht anerkannt, und Siegtorschütze Niederlechner steht im Abseits.

          Positiv denken, positiv handeln: In der Stunde des nächsten Tiefschlags, der sich der Eintracht in Form der vierten Niederlage nacheinander offenbarte, zeichnete der Frankfurter Trainer schon wieder ein helleres Bild. „Nach Regen kommt auch Sonne“, sagte Niko Kovac nach dem 1:2 seiner Mannschaft gegen den SC Freiburg. Wieder verloren, und „wieder hat uns das Quentchen Glück gefehlt“. Diesmal war es eine Aneinanderreihung von zum großen Teil falschen Schiedsrichterentscheidungen, unter denen die Eintracht zu leiden hatte. Einem Kopfballtor von Ante Rebic versagte Referee Günter Perl die Anerkennung, weil Mijat Gacinovic zuvor den Freiburger Torhüter behindert haben soll.

          Und beim Siegtreffer der Badener war Doppeltorschütze Florian Niederlechner aus dem Abseits heraus los gesprintet. „Ich habe die Situationen anders gesehen und anders bewertet“, sagte Kovac, der es vermied, den Unparteiischen und seine gleichfalls unsicheren Assistenten direkt zu benennen. Kovac, der in Kürze zu ehrende Fairplay-Preisträger des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Verbandes Deutscher Sportjournalisten, beließ es bei der Formulierung: „Er macht Fehler, wir machen Fehler. So what.“

          „Momentan sind viele Fehlentscheidungen nicht zu unseren Gunsten“

          Auch Bastian Oczipka hat einen Fehler gemacht. Er ist zum fünften Mal in dieser Saison verwarnt worden und muss wegen dieser neuerlichen Gelben Karte am nächsten Samstag in München pausieren. Dabei würde der Linksverteidiger liebend gerne mithelfen, das scheinbar Unmögliche zu schaffen, den stramm auf Meisterkurs liegenden Bayern wie schon in der Hinrunde ein Unentschieden abzuringen. „Ich hasse es, gesperrt zu sein“, sagte Oczipka nach dem 1:2 gegen Freiburg. Ärger empfand er auch über die Entstehungsgeschichte des Freiburger Ausgleichtreffers. Denn so wie der Pass von Nicolas Höfler in die Tiefe des Raumes gespielt wurde, war er nicht geplant. Und der Adressat hätte auch nicht Niederlechner sein sollen. „Das ist schon bitter. Das darf auf keinen Fall passieren“, sagte Oczipka. „Momentan sind viele Fehlentscheidungen nicht zu unseren Gunsten. Es läuft einfach gegen uns.“

          Sieben Spiele, lediglich ein Sieg: Wenn Frankfurt auf Freiburg trifft, ist dies zumeist eine ernüchternde Angelegenheit. Die Mannschaft von Sportclub-Trainer Christian Streich hat es nun sogar geschafft, als bislang einzige die Eintracht gleich zweimal innerhalb einer Saison zu bezwingen. „Das heute war schon eine große Enttäuschung“, sagte Bruno Hübner. Der Frankfurter Sportdirektor sprach nach der zweiten Heimniederlage in Folge von „vielen unglücklichen Entscheidungen gegen uns“. Hübner ist sicher: „Für den Kopf ist das nicht optimal.“

          Hradecky erinnert an die 35 eingefahrenen Punkte

          Der Kopf von Alexander Meier hatte am Sonntagmorgen signalisiert: Von Anfang bis Ende geht es heute nicht. „Ich hatte mich vorher schon nicht gut gefühlt und bin jetzt richtig krank gewesen“, sagte der Eintracht-Anführer, der sich mit dem Mannschaftsarzt und Trainer Kovac beriet: „Für zwanzig Minuten könnte es reichen.“ Kovac brachte Meier in der 80. Minute ins Spiel, und es war prompt Meier, der in der Nachspielzeit den Ausgleich auf dem Fuß hatte. „Ich habe in die lange Ecke gezielt. Aber heute sollte es nicht sein“, sagte er, nachdem er seinen Meister in SC-Keeper Alexander Schwolow gefunden hatte. Ob die Eintracht nun in der Tabelle durchgereicht wird? „Ich habe immer gesagt, dass auch Phasen kommen, in denen es nicht so gut läuft. Sie werden auch wieder gehen“, sagte Meier und verwies darauf,, dass der letztjährige Relegationsteilnehmer „immer noch Sechster“ sei. „Das ist immer noch gut.“

          Unterstützung bei dieser Bewertung erhielt er von einer Konstante der Frankfurter Eintracht: Lukas Hradecky. „Ich möchte daran erinnern, dass wir 35 Punkte haben“, sagte der finnische Torhüter am Sonntag, als das Gros der zuvor 50000 Zuschauer schon lange gegangen war. „Das ist nicht schlecht, auch wenn heute alle Entscheidungen gegen uns gelaufen sind.“ Um mit der Mannschaft in absehbarer Zeit wieder sonnigere Tage zu erleben, sagte Hradecky: „Als Spieler würde ich uns eine Woche freigeben.“ Die Entscheidungsgewalt aber liegt bei Trainer Kovac. Der gab seinen Spielern immerhin für diesen Montag frei und freute sich darauf, dass am Dienstag der längere Zeit verletzte und schmerzlich vermisste Jesus Vallejo wieder zur Mannschaft stößt. Ein Hauch von Sonne also nach dem Regen von Freiburg, bevor es zu den Münchner Bayern geht..

          Quelle: F.A.Z.

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