Home
http://www.faz.net/-gzo-6kp83
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Sonntag, 12. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Eintracht Frankfurt Pause für Amanatidis, Comeback von Nikolov

07.09.2010 ·  Die Knieprobleme des Eintracht-Stürmers sind nicht so ernst wie befürchtet. Dennoch muss Trainer Skibbe über eine Alternative für das Spiel in Gladbach nachdenken.

Von Ralf Weitbrecht, Frankfurt
Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Fünf Zeilen, eine Frage: Wann wird Ioannis Amanatidis wieder für die Frankfurter Eintracht spielen können? Für die kommende Prüfung am Samstag bei Borussia Mönchengladbach könnte es mit einem Einsatz des Angreifers eng werden. Trainer Michael Skibbe sprach am Montag Nachmittag von einer „knappen Entscheidung“ – als Einschätzung der dürren, fünfzeiligen Nachricht, die der Fußball-Bundesligaklub zuvor verbreitete. Danach muss der 28 Jahre alte Grieche „aufgrund einer Reizung am linken, nicht operierten Knie mit dem Training aussetzen. Die Verletzung wird konservativ behandelt.“

Seit einigen Tagen schon plagt sich der Sturmführer der Eintracht mit Schmerzen im linken Knie herum. Der Grund dafür sind Fehlbelastungen. Um nach zwei überstandenen Eingriffen wegen Knorpelschäden im rechten Knie auch weiterhin von Rückfällen verschont zu bleiben, verlagert Amanatidis sein Gewicht oft auf das linke Bein. Bei der am Montag morgen anberaumten Kernspintomographie in der Frankfurter BG-Unfallklinik wurde nun festgestellt, „dass eine Entzündung vorliegt und sich Flüssigkeit unter der Kniescheibe befindet“, wie Amanatidis ausführte. Nach Rücksprache mit den Ärzten „wollen wir es mit Kortisonspritzen versuchen“. Die weitere Therapie der kommenden Tage: „Ioannis wird Ruhe halten und ein, zwei Tage gar nichts machen“, sagte Trainer Skibbe. „Und dann werden wir von Tag zu Tag schauen, wie es ihm geht.“ Am Freitag noch, beim mühsamen 3:1-Testspielsieg bei den gefälligen fünftklassigen Amateuren des RSV Würges, hatte Amanatidis noch neunzig Minuten lang durchgehalten. Sogar einen Treffer erzielte der Stürmer für die Eintracht. Sollte der Grieche nach derzeitiger Einschätzung nicht beim zweiten Auswärtsspiel im Mönchengladbacher Borussia-Park dabei sein, wird Skibbe abermals zu Umbaumaßnahmen gezwungen sein. Während Halil Altintop, der schon in der Partie gegen den Hamburger SV in der Frankfurter Startelf stand, auch am Niederrhein erste Wahl sein dürfte, kann es bei der Besetzung des möglichen zweiten Sturmpostens durchaus eine Überraschung geben. Skibbe schließt die Rückkehr von Martin Fenin nicht aus. „Er konnte zuletzt bei der tschechischen Nationalmannschaft mittrainieren, und natürlich ist er eine Option für Samstag. Gut ist, dass sein Länderspiel in dieser Woche schon am Dienstag ist. Da hat er mehr Zeit zur Regeneration.“

Caio ist Vater geworden

Fenin, zuletzt wegen langwieriger Leistenprobleme immer wieder zurückgeworfen, fühlt sich fit, um bei der Eintracht eine herausgehobene Rolle zu spielen. Auch die Anfang August beim Länderspiel gegen Lettland zugezogene Rückenblessur, die sich im Nachgang als leichter Bandscheibenvorfall entpuppte, ist längst überstanden. An die Adresse seines Trainers gerichtet, hatte er voller Optimismus verkündet, „dass ich mich als Stürmer Nummer eins sehe“. Die Wirklichkeit aber ist: In gesundem Zustand ist Amanatidis die Spitzenkraft der Hessen, gefolgt von einem stürmischen Trio um Altintop, Theofanis Gekas und – Fenin.

Amanatidis wird also aller Voraussicht nach für zumindest ein Bundesligaspiel passen müssen. Dafür steht der Rückkehr von Oka Nikolov nichts mehr im Wege. Der vor zwei Wochen erlittene Muskelfaserriss in der Kniekehle ist verheilt, seit Samstag schon absolviert der Eintracht-Keeper gemeinsam mit Torwarttrainer Andreas Menger das gewohnte Übungsprogramm. Nikolov, mit 36 Jahren der zweitälteste Fußballprofi der Bundesliga, wird Ersatzmann Ralf Fährmann ablösen und am Samstag im Frankfurter Tor stehen. „Wenn er fit ist, spielt er auch“, bestätigte Trainer Skibbe seinen Grundsatz, der auch für Amanatidis und Kapitän Chris gilt. „Oka fühlt sich richtig gut“, berichtete Skibbe nach einem Meinungsaustausch mit Stammkraft Nikolov.

Eigentlich müsste auch Caio bester Laune sein. Doch am Montag Nachmittag, bei einer spielerisch leichten Trainingseinheit, wollte dem Brasilianer kaum ein Lächeln über die Wangen huschen. Dabei hätte der Mittelfeldmann allen Grund, mit Fortüne seiner Arbeit nachzugehen. Am Vormittag ist er Vater geworden – Cahel hat das Licht der Welt erblickt.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Karlsruher Konzern unter Druck

Von Manfred Köhler

Der Energieversorger ENBW im Rhein-Main-Gebiet? Neu wäre das nicht. Der Karlsruher Konzern ist mit 15,1 der Mannheimer MVV Energie beteiligt, die wiederum 48,6 Prozent am Offenbacher Energieversorger EVO hält. Mehr