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Eintracht Frankfurt Lazarett füllt sich weiter - Bewegung im Fall Nikolov

03.02.2010 ·  Um Eintracht Frankfurts Trainer wird es immer einsamer. Am Dienstag meldete sich eine weitere Handvoll Spieler beim Mannschaftsarzt. So muss Michael Skibbe auch auf Neuzugang Clark verzichten - den plagt eine Blessur an der Wade. Neues gibt es auch im Fall Nikolov.

Von Marc Heinrich
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Seit Anfang des Jahres ist ein neuer Mannschaftsarzt für die Eintracht tätig. An Gelegenheiten, sein Können und seine Kompetenz zu beweisen, fehlt es Dr. Matthias Feld seitdem nicht. Am Dienstag wurde eine weitere Handvoll Frankfurter Fußballprofis in seinem Behandlungszimmer vorstellig – und nach der Untersuchung bis auf weiteres dienstunfähig geschrieben. So muss Neuzugang Ricardo Clark wegen einer Wadenverletzung die nächsten Wochen kürzertreten. Der Amerikaner, der durch Extraschichten versuchte, seine Fitnessmängel auszugleichen, zog sich die Blessur bei einem Trainingsspiel zu. Weitere „drei bis vier Wochen“, sagte Trainer Michael Skibbe am Dienstag, werde der 26 Jahre alte Profi in seinem Bemühen, einen Platz im defensiven Mittelfeld zu ergattern, zurückgeworfen.

Nicht ganz so gravierend ist die Situation bei Chris, den eine Sehnenreizung im Knie plagt, und bei Selim Teber, der bei einem Zweikampf in der Partie gegen Köln (1:2) einen Schlag auf die Hüfte einstecken musste. Folge: eine Beckenkammprellung, die Skibbe zufolge äußerst schmerzhaft ist und deswegen kein reguläres Training mit dem Team zulässt. Ebenfalls vorzeitig beendeten Nachwuchsspieler Cenk Tosun und Dauerreservist Nikola Petkovic die Übungseinheit – beide klagten über Muskelverhärtungen. So stand Skibbe – dem darüberhinaus ja auch die langfristigen Ausfälle von Ioannis Amanatidis, Martin Fenin, Pirmin Schwegler, Zlatan Bajramovic und Aleksandar Vasoski zu schaffen machen – am Nachmittag nur noch mit einem Häuflein verbliebener Akteure auf dem Platz hinter der WM-Arena.

Beschädigte Knochen verdrahtet

13 Feldspieler und drei Torleute waren es, um genau zu sein. Immerhin eine positive Nachricht brachte der triste Auftakt in die Bundesliga-Arbeitswoche aber auch mit sich: Ümit Korkmaz, der am Montag in der Frankfurter Uniklinik operiert worden war, hat den Eingriff wegen eines doppelten Jochbogenbruchs offenbar gut überstanden. Der Österreicher, der den beschädigten Knochen mit einem Draht gerichtet bekommen hatte, strampelte bereits wieder ein paar Kilometer auf dem Ergometer. „Vielleicht in 14 Tagen“, so Skibbe, werde der Offensivspieler schon wieder gemeinsame Sache mit der Mannschaft machen können.

Weiterhin keine Klarheit gibt es in der Personalie Oka Nikolov. Für den Torwart, der der Eintracht gerne im März den Rücken kehren und in Nordamerika auf seine alten Tage sein neues Glück suchen würde, liegt nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen noch immer keine offizielle Anfrage vor. Dies werde, so Nikolovs Berater Thomas Kroth, allerdings in den kommenden Tagen geschehen. Mit dem früheren HSV-Manager Dietmar Beiersdorfer, der als Sportlicher Leiter für Red Bull Salzburg auch in New York das Sagen hat, seien erste konkrete Gespräche geführt worden; Beiersdorfer werde sich umgehend mit Bruchhagen in Verbindung setzen, kündigte Kroth in einem Gespräch mit „hr-online“ an.

Spekulation über Steine auf dem Weg

Bedenken, die Frankfurter könnten Nikolov Steine in den Weg legen, hat er angeblich keine: „Ich könnte nicht verstehen, wenn die Eintracht für einen so verdienten Spieler eine Ablöse verlangt – zumal am Saisonende sein Vertrag ausläuft.“ Kroth gab sich überzeugt, „dass der Wechsel über die Bühne geht“.

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Jahrgang 1974, Sportredakteur.

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