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Eintracht Frankfurt : Eintracht-Pokalspiel: Fan klagt Recht auf Eintrittskarte ein

  • Aktualisiert am

Fanbedarf: Darf Dauerkarteninhabern der Zutritt zu einem Spiel verwehrt werden? Bild: Michael Kretzer

Eigentlich soll die Nordwesttribüne beim Pokalspiel gegen Ingolstadt auch für Dauerkarteninhaber geschlossen bleiben. Ein Fan hat sich jetzt aber das Recht auf eine Eintrittskarte eingeklagt.

          Mindestens ein Fan von Eintracht Frankfurt hat vor Gericht ein Anrecht auf eine Eintrittskarte für das DFB-Pokalspiel gegen den FC Ingolstadt eingeklagt - obwohl die meisten Zuschauer nach einem Sportgerichts-Urteil von diesem Spiel ausgeschlossen werden. Das Amtsgericht Frankfurt bestätigte am Freitag eine entsprechende einstweilige Verfügung und damit auch einen Bericht der „Frankfurter Rundschau“.

          Nach Angaben von Gerichtssprecher Karl Stefan Konow liegen aktuell neun solcher Anträge von Dauerkarteninhabern beim Amtsgericht vor. Einem wurde stattgegeben, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, weil die Eintracht Einspruch eingelegt hat. Vier Anträge seien abgelehnt und einer für die kommende Woche terminiert worden, die restlichen drei müssten noch bearbeitet werden.

          „Genötigt, gegen ein Urteil des DFB zu verstößen“

          Das DFB-Sportgericht hatte als Strafe nach den Fan-Ausschreitungen beim Erstrunden-Spiel der Eintracht in Magdeburg entschieden, dass die Nordwesttribüne am 25. Oktober geschlossen bleiben muss und nur Inhaber von Sitzplatz-Dauerkarten auf der Ost-, Haupt- und Gegentribüne ins Stadion dürfen. Die wiederum dürfen ihre Tickets laut Sportgerichts-Urteil nicht an andere Interessenten verkaufen.

          Dadurch haben Dauerkarten-Besitzer der Nordwesttribüne keine Chance, eine Karte für das Ingolstadt-Spiel zu bekommen. Die Eintracht aber habe jedem Dauerkarteninhaber ein Vorkaufsrecht für diese Partie eingeräumt. Es bestehe also ein „grundsätzlicher vertraglicher Anspruch“ auf eine Eintrittskarte, argumentiert das Amtsgericht.

          Jeder Antrag auf einstweilige Verfügung hat deshalb auch eine Chance auf Erfolg. Die vier abgelehnten Anträge sind nach Einschätzung des Gerichts nur nicht ausreichend begründet worden. Der Justiziar der Eintracht kritisiert die Entscheidung des Gerichts. „Wir werden damit genötigt, gegen ein Urteil des DFB-Sportgerichts zu verstoßen“, sagte Philipp Reschke der „Frankfurter Rundschau“.

          Quelle: dpa

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