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Eintracht Frankfurt Die zwei Klassen der Eintracht

31.07.2010 ·  Mit dem Laktattest hat Trainer Michael Skibbe bei Eintracht Frankfurt auch das individuelle Konditionstraining abgeschafft. Stattdessen mussten alle Spieler eine intensive Trainingseinheit für eine bessere Schnelligkeitsausdauer absolvieren.

Von Josef Schmitt, Frankfurt
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Mit einem bei Spielern schon immer ungeliebten Laktattest hat Trainer Michael Skibbe bei Eintracht Frankfurt in dieser Saison auch das individuelle Konditionstraining abgeschafft. Und so mussten am Freitag stattdessen alle Spieler eine intensive Trainingseinheit im Bereich der Schnelligkeitsausdauer absolvieren. Die unterschiedlichen Voraussetzungen zwischen jenen Profis, die von Beginn an im Trainingsbetrieb stehen, also schon seit drei Wochen, und jenen, die wegen der Weltmeisterschaft in Südafrika Sonderurlaub genossen hatten und erst deutlich später eingestiegen waren, wurden schnell deutlich. Der Schweizer Pirmin Schwegler, der Grieche Theofanis Gekas und auch der Franzose Habib Bellaid, der mit Algerien bei der WM war, konnten den Kollegen nicht immer folgen. Drei Durchgänge mit je acht Läufen à 200 Metern in jeweils 36 Sekunden waren die gesteckte Aufgabe.

So unterschiedlich der Fitnesszustand war, so verschieden waren auch die Reaktionen auf das Sprintprogramm. Dem Trainer war durchaus klar, „dass dies am Ende schon Schmerzen bereitet“. Für den Innenverteidiger Maik Franz war es „anstrengend, aber nicht übertrieben“. Der läuferisch immer schon starke Patrick Ochs fand ganz pragmatisch, „dass so etwas in der Vorbereitung auch mal sein muss“. Und Ümit Korkmaz war sogar froh, „dass ich mal an die Grenzen gehen musste“. Dem österreichischen Nationalspieler gelang genau wie seinem Kollegen Ioannis Amanatidis der Nachweis, dass die jüngsten kleineren Blessuren überwunden sind, so dass beide beim Privatspiel am Sonntag um 16.30 Uhr gegen den englischen Meister und Pokalsieger FC Chelsea im Aufgebot stehen werden.

Ob Caio spielen kann, ist fraglich

Die Laufarbeit mit hoher Intensität, so der Frankfurter Trainer, dürfe im übrigen nicht als Alibi für eine schwächere Leistung gegen Chelsea dienen – „auch wenn wir natürlich nicht bundesligafit sein können.“ Er nehme dieses internationale Freundschaftsspiel sehr ernst und erwarte, „dass wir in der Lage sind, gut zu spielen“. Das erwarten auch die mehr als 40 000 Zuschauer, die bisher Karten erworben haben.

Skibbe will seine aktuell beste Mannschaft aufbieten, in der neben dem verletzten Kapitän Chris mit Spielmacher Pirmin Schwegler und dem Brasilianer Caio zwei wichtige Spieler fehlen könnten. Schwegler mangele es womöglich noch an der nötigen Fitness, um bestehen zu können, und Caio hat das Sprintprogramm nach zwei Durchgängen abgebrochen. Nicht läuferische Schwächen hatten den Mittelfeldspieler gebremst, sondern eine Verhärtung in der Wade. Erinnerungen an frühere, schlechtere Zeiten, als Caio in Frankfurt vor allem durch seine eklatante Laufschwäche aufgefallen war, hatten hier also nichts zu suchen. „Es ist keine schlimme Verletzung“, glaubt der Trainer. Ob Caio allerdings spielen kann, ist fraglich.

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