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Eintracht Frankfurt : Die Eintracht überwintert in der Türkei

Unverzichtbar: Eintracht-Kapitän Christoph Spycher. Bild: DPA

Trainer Skibbe bringt frischen Wind in die Planung des Trainingslagers. Kapitän Spycher will gegen Gladbach wieder fit sein.

          Auch auf diesen Wechsel hätte man setzen können. Trainingslager im Winter an der portugiesischen Algarve? Das war einmal. Michael Skibbe, der Coach der Frankfurter Eintracht, bevorzugt andere Gefilde, um unter klimatisch günstigen Bedingungen für den Rückrundenstart üben zu lassen. Belek an der Türkischen Riviera – das ist der Ort, mit dem der 44 Jahre alte Fußballlehrer durchweg gute Erinnerungen verknüpft. „Mit Bayer Leverkusen bin ich dort gewesen, mit Borussia Dortmund und zuletzt mit Galatasaray Istanbul.“

          Nun also auch mit der Eintracht, vom 4. bis zum 11. Januar. Die von Skibbe angepriesenen Vorzüge der feudalen Herberge: In unmittelbarer Nähe befindet sich ein hoteleigener Fußballplatz. Zudem gibt es für die Freunde des Golfsports zwei Plätze. Jeweils morgens will Skibbe dort seine Profis fleißig um Grüns und Fairways herumlaufen lassen. „Die Bedingungen sind insgesamt sehr gut“, sagt Skibbe über den bevorstehenden Dienstausflug zu Beginn des neuen Jahres. Was für den Eintracht-Trainer gleichfalls wichtig ist: „Es wimmelt von weiteren deutschen Klubs.“ So werden unter demselben Hoteldach die Zweitligakicker des Karlsruher SC wohnen; im Nachbarhotel bezieht der MSV Duisburg Quartier. Testspiele gegen beide Klubs sind möglich und wahrscheinlich, aber noch nicht fixiert.

          Noch nicht zu viel verraten

          Dafür steht der Termin am kommenden Samstag. Um 15.30 Uhr wird in der Frankfurter Arena die Bundesligapartie gegen Borussia Mönchengladbach angepfiffen, und wenn für die Eintracht vor vermutlich ausverkauftem Haus alles nach Plan läuft, sollen am Ende gegen einen Mitbewerber aus dem breitgefächerten Mittelfeld drei weitere Punkte auf der Habenseite stehen. Trainer Skibbe sagte am Mittwoch nach dem Vormittagstraining, dass er „viele Möglichkeiten“ habe – „nur vorne nicht“. In der Offensive muss er hoffen, dass Nikos Liberopoulos die gute Form aus dem Trainingsalltag in den Wettkampf mitnimmt. Zudem soll dem Griechen wie in den Vorwochen auch der lauffreudige Alexander Meier als Zu- und Vorarbeiter ein wertvoller Partner sein. Dass der zuletzt unzufriedene Ümit Korkmaz zumindest auf der Bank sitzt, gilt als sicher. „Mit Ümit bin ich ganz zufrieden“, sagte Skibbe über die aktuellen Leistungen des dribbelstarken Österreichers mit türkischen Wurzeln. Für den anstehenden Vergleich mit der Borussia vom Niederrhein hat Skibbe „ein, zwei Veränderungen“ in Aussicht gestellt. „Aber zu viel verraten will ich nicht.“

          Manches bei seinen Personalplanungen hängt davon ab, ob der wieder genesene Aleksandar Vasoski in die Innenverteidigung zurückkehrt. Zudem steht aus, ob Patrick Ochs seine Stammposition auf rechts einnimmt oder ob der Verteidiger wieder vor der Abwehr agiert, um mit schnellen Vorstößen für Gefahr beim Gegner zu sorgen. So oder so: Nicht nur Skibbe erwartet eine schwere Aufgabe. Die Gladbacher hat er bei ihrem letzten Heimauftritt gegen den VfB Stuttgart live gesehen, „und da waren sie sehr gut“. Die Partie endete torlos. Zum Vergleich: Gegen den VfB erlitt die Eintracht am 26. September ein empfindliches 0:3.

          „Wir sind gerüstet für den Endspurt bis zur Winterpause“

          Kapitän Christoph Spycher ist einer derjenigen, der mithelfen soll, die stürmische Borussia auf Distanz zu halten. Zehn Tage lang konnte der Schweizer wegen einer starken Prellung nicht spielen und zuletzt nur einigermaßen trainieren. Doch rechtzeitig vor dem 13. Bundesligaspieltag hat sich der Linksverteidiger zurückgemeldet. „Ich hatte viel Flüssigkeit, die sich im ganzen Muskel verteilt hat. Deshalb hat es praktisch keine Fortschritte gegeben“, sagte Spycher am Mittwoch nach der Übungseinheit. „Heute nun ist es gut gewesen. Ich bin natürlich noch nicht bei hundert Prozent. Aber bis zum Spiel gegen Gladbach habe ich noch ein bisschen Zeit. Wenn es so weitergeht wie jetzt, gehe ich davon aus, dass ich spielen werde.“

          Und weil auch Chris Probleme an den Adduktoren nach Auskunft seines Trainers wohl überstanden hat und an diesem Donnerstag im Mannschaftstraining zurückerwartet wird, kann Michael Skibbe mit Ausnahme der Stürmer Ioannis Amanatidis und Martin Fenin „aus dem Vollen schöpfen. Wir sind gerüstet für den Endspurt bis zur Winterpause.“ Der Vergleich mit Gladbach wird zeigen, was von dieser Einschätzung zu halten ist.

          Quelle: F.A.Z.

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