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Eintracht Frankfurt Auch Bruchhagen will Spycher halten

11.02.2010 ·  Der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Eintracht hat ein erstes persönliches Gespräch mit dem Kapitän Christoph Spycher geführt, mit dem Ziel, dessen zum Saisonende auslaufenden Vertrag zu verlängern.

Von Josef Schmitt, Frankfurt
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Am Mittwoch hat Heribert Bruchhagen Christoph Spycher in sein Büro gebeten. Der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Eintracht hat ein erstes persönliches Gespräch mit dem Kapitän geführt, mit dem Ziel, dessen zum Saisonende auslaufenden Vertrag zu verlängern. Bruchhagen liegt dabei ganz auf der Linie seines Trainers. „Christoph muss gehalten werden“, hat Michael Skibbe klar Stellung bezogen, „er ist ein Kopf dieser Mannschaft.“ Der bald 32 Jahre alte Schweizer Nationalspieler sei in „allen Bereichen“ eine Führungskraft, versichert der Trainer, „auf dem Spielfeld, aber auch außerhalb“. Über den Inhalt der Vertragsgespräche und das Fortkommen wollte Bruchhagen keine Aussagen tätigen. Er werde mit dem Berater des Spielers in Kürze weitere Gespräche führen.

Wie für Spycher macht sich der Trainer auch nach wie vor für Oka Nikolov stark. Der Torwart, der einen neuen Zweijahresvertrag abgelehnt hat, weil er lieber Mitte März in die amerikanische Profiliga Major League Soccer (MLS) zu Red Bull New York wechseln möchte, müsse unbedingt bleiben. „Es wäre fatal, Oka gehen zu lassen“, sagt Skibbe, der davon ausgeht, dass ihm der Vorstand auch diesen Wunsch erfüllen wird. Wie groß die „Wertschätzung“ sei, die Nikolov im gesamten Klub genieße, lasse sich daran ablesen, dass der neue Vertrag „weitaus werthaltiger“ ausgestattet sei als der alte, versichert Bruchhagen.

Nikolov steht bei zwei Klubs auf der Wunschliste

Die Gemengelage aber ist kompliziert. Zu direkten Kontakten mit den amerikanischen Interessenten ist es bisher noch nicht gekommen. Das liegt daran, dass in den Vereinigten Staaten zunächst die Liga für neue Verträge verantwortlich zeichnet. Nikolov steht bei gleich zwei Klubs, Dallas FC und Red Bull New York, auf der Wunschliste. Und da sein Name bei Dallas früher aufgetaucht ist als in New York, haben die Texaner zunächst Vorrang. Dem New Yorker Manager Dietmar Beiersdorfer sind deshalb offiziell die Hände gebunden, wie er Bruchhagen telefonisch erklärte. Es kann also noch etwas dauern, ehe im „Fall Nikolov“ Klarheit herrscht.

Deutlicher sind dagegen die Signale, die aus der medizinischen Abteilung der Eintracht den Trainer erreicht haben. Mit Ümit Korkmaz und Pirmin Schwegler haben sich zwei Profis viel schneller wieder diensttauglich zurückgemeldet als zunächst angenommen und befürchtet. Angreifer Korkmaz, der sich beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln einen doppelten Bruch des Jochbogens zugezogen hatte, stand am Mittwoch wieder mit den Kollegen auf dem Feld, das Gesicht geschützt durch eine Kunststoffmaske. Sollten keine Komplikationen auftauchen, werde Korkmaz schon am Sonntag beim Heimspiel gegen den SC Freiburg wieder dem Aufgebot angehören, kündigte der Frankfurter Trainer an.

Schwegler nach Verletzung wieder am Ball

Auch bei Schwegler will Skibbe eine schnelle Rückkehr „nicht ausschließen“. Schwegler war am 23. Januar in Nürnberg wegen eines doppelten Bänderrisses im rechten Sprunggelenk ausgeschieden. Acht Wochen Pause waren prognostiziert worden. Doch die Heilung verlief auch hier deutlich schneller. Der Schweizer Nationalspieler hat mit Reha-Trainer Michael Fabacher mit der Arbeit am Ball begonnen und soll an diesem Donnerstag erstmals wieder mit den Kollegen auf dem Platz stehen. „Wenn das klappt, nehme ich ihn am Sonntag dazu“, kündigte Skibbe an.

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