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Eintracht Frankfurt Van Lent will, Copado muß nicht unbedingt ins Tor treffen

 ·  Die Eintracht vor dem Heimspiel gegen Unterhaching: Wiedergutmachung für die Niederlage in Ahlen ist das eine - Befürchtungen, die Footballspieler von Frankfurt Galaxy könnten den Rasen des Waldstadions verwüsten, sind das andere.

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Das Wetter bot den Fußballprofis der Frankfurter Eintracht beim Training am Donnerstag morgen einen Vorgeschmack auf das Wochenende. Es waren sintflutartige Regenfälle, die nicht nur die Straßen und Wege rund um die Großbaustelle der neuen Arena in kleine und größere Seen verwandelten, sondern auch den Trainingsplatz tief und schlammig werden ließen.

„Sehr ärgerlich, daß wir nicht schon am Freitag spielen“

Bei Trainer Friedhelm Funkel führten die April-Kapriolen zu großen Sorgen vor dem Spiel an diesem Sonntag gegen die Spielvereingung Unterhaching. "Der Rasen wird sicher nicht in gutem Zustand sein, wenn die Wettervorhersage eintrifft und diese Kleiderschränke mit ihrer ganzen Kraft drauf waren", sagt Funkel mit Blick aufs Wetter und das Spiel der American Footballspieler der Galaxy am Samstag abend. Es sei "sehr ärgerlich, daß wir nicht schon am Freitag spielen". Die Eintracht hatte sich ursprünglich bei der Deutschen Fußball Liga den Sonntag als Spieltag gewünscht, weil da in aller Regel mehr Zuschauer kommen, dabei aber den Spielplan der Galaxy außer acht gelassen. Als die sportlich Verantwortlichen das Dilemma mit der Doppelbelastung Fußball und Football bemerkten, war es schon zu spät für Korrekturen.

Und so muß die Eintracht nicht nur ihre für diesen Freitag im Stadion angesetzte Pressekonferenz an eine andere Örtlichkeit verlegen, weil die Baufirma Bögl eine Einschränkung ihrer Arbeitsmöglichkeiten sieht, sondern auch das Abschlußtraining zum Spiel. Am Samstag weicht die Eintracht nach Neu-Isenburg in den Sportpark aus, weil das komplette Waldstadiongelände für Galaxy reserviert ist. "Kein Problem", sagt Funkel, doch man sieht es ihm an, daß er die augenblickliche Konstellation rund ums neue Waldstadion als wenig profihaft einschätzt.

„Gegen uns muß Copado nicht gerade treffen“

Seine Spieler nahmen die schlechten Wetterverhältnisse zum Anlaß, sich geradezu mit Begeisterung in den vom Regen aufgeweichten Platz zu stürzen. Das Trainingsturnier mit drei Mannschaften wurde mit großer Intensität geführt, das Vorhaben, die Scharte von Ahlen im eigenen Stadion schnell wieder auszuwetzen, war allenthalben spürbar. Der Trainer war denn auch sehr angetan vom Fleiß der Profis und strich zur Belohung das für den Nachmittag geplante zweite Training des Tages. Die Mannschaft habe "gut gearbeitet", sagte Funkel, der Boden sei tief und deshalb sei manchmal weniger mehr. "Wir brauchen unsere Kraft am Sonntag." Den Gegner hat Funkel beim 0:2 in Erfurt am Mittwoch abend persönlich beobachtet. "Eine Halbzeit schwach, eine Halbzeit stark", sagt Funkel, der hofft, daß die Ladehemmung bei Hachings Torjäger Francisco Copado, der sehr wahrscheinlich von Sommer an für die Eintracht spielen wird, weiter anhält. "Gegen uns muß er nicht gerade treffen."

Wahrscheinlich auch nicht treffen wird Eintrachts bester Torschütze, Arie van Lent. Zwei Wochen Pause wurden dem Angreifer nach der Diagnose Muskelfaserriß im Oberschenkel zu Anfang der Woche prophezeit. Am Donnerstag lief van Lent erstmals wieder mit dem Ball und hat nun sogar wieder ein wenig Hoffnung, am Sonntag doch helfen zu können. "Ich habe im Moment keine Schmerzen." Ob es aber tatsächlich noch reicht, will er gemeinsam mit Funkel am Samstag testen.

Nach Markus Pröll hat bei der Eintracht mit Oka Nikolov nun auch der zweite Torhüter seinen Vertrag verlängert. Für weitere zwei Jahre wird Nikolov unterschreiben, "weil ich mich hier wohl fühle und an meine Familie denken muß". Nikolov hat gerade in Kleestadt in der Nähe von Dieburg ein Haus gebaut und ist nun froh, daß die persönliche Zukunft gesichert ist. Mit dem Platz auf der Reservebank will er sich auf Dauer nicht zufriedengeben. "Auf absehbare Zeit wird die Eintracht wieder in der Bundesliga spielen", sagt Nikolov, "und da will ich dann auch wieder spielen." Der augeblicklich entschiedene Konkurrenzkampf mit Pröll wird also spätestens zur neuen Saison wieder neu entfacht. Mit Armin Reutershahn hat auch der erste Assistent von Funkel seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.04.2005
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Von Matthias Alexander

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