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Eintracht Frankfurt Mit frischen Kräften zurück in den Bundesliga-Alltag

20.10.2006 ·  Siege hat es in dieser Bundesliga-Saison für die Eintracht erst einen gegeben. Allerdings auch noch keine Niederlage. Die einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften treffen nun aufeinander: Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Nürnberg.

Von Ralf Weitbrecht
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Auch am Tag danach wollte sich Friedhelm Funkel kaum beruhigen. „Bei einem 0:3 wäre ich kurz sauer gewesen. Aber jetzt ärgere ich mich, weil das 1:2 unnötig gewesen ist.“ Die Auftaktniederlage in der Uefa-Pokal-Gruppenphase hat dem Trainer der Frankfurter Eintracht augenscheinlich zugesetzt, „denn diese zwei Tore sind total unnötig gewesen. hat es meiner Mannschaft an Entschlossenheit gefehlt. Sie hat sich einfach nicht gut verhalten.“

Zwei Szenen, zwei Tore: Die Unachtsamkeiten zweier Spieler - nach dem Videostudium soll es sich um Marko Rehmer und Markus Pröll handeln - habe genügt, um dem soliden Auftritt auf europäischer Fußballbühne einen schmerzhaften Dämpfer zu versetzen. Funkel fand dafür den Ausdruck „gravierende persönliche individuelle Fehler“. Daß das 1:2 gegen den italienischen Ligadritten US Palermo quasi gleichbedeutend mit dem Ende der Frankfurter Europapokalträume ist, weist Funkel weit von sich. „Keiner weiß, wie viele Punkte man zum Weiterkommen braucht. Vigo ist kein Schaulaufen für uns. Wir wollen auch da gewinnen.“

Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg

Siege - in der Bundesliga hat es nach sieben Runden erst einen einzigen gegeben. Allerdings auch noch keine Niederlage, und der Spielplan macht es möglich, daß mit dem 1. FC Nürnberg und eben der Eintracht die einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften an diesem Sonntag in der Frankfurter Arena aufeinandertreffen (Anstoß 17 Uhr).

Hannover, Palermo, Nürnberg: Binnen einer guten Wochenfrist ist es die dritte Prüfung für die Eintracht, und man darf davon ausgehen, daß Funkel seine Leute ordentlich ins Rotieren bringt. Nach dem eher dürftigen Spiel in Hannover und der guten Darbietung gegen Palermo braucht der Trainer frische, ausgeruhte Kräfte für den Vergleich mit den über die Jahre liebgewordenen Franken. In der vergangenen Saison jedenfalls glückten der Eintracht zwei Siege gegen den „Club“. Doch die Zeiten haben sich geändert. Seitdem Hans Meyer die sportliche Verantwortung am Valznerweiher übernommen hat, präsentieren sich die Nürnberger auch dank Meyers „außerordentlich guter Aufbauarbeit“ als „disziplinierte, kompakte Einheit. Die sind nur schwer auszurechnen“, sagt Funkel. „Und auch mit ihren drei Spitzen wechseln sie sich immer wieder ab.“

Michael Thurk raus, Naohiro Takahara rein?

Funkel geht deshalb von einer „unangenehmen Aufgabe“ für seine Mannschaft aus, „in der es Veränderungen gibt, klar“. Michael Thurk raus, Naohiro Takahara rein? Dieser Tausch ist durchaus möglich, denn nicht nur Funkel hat festgestellt, daß Thurk bedeutend mehr kann, als er zuletzt gezeigt hat. Von Thurk fordert er, „daß er mal wieder stärker in den Blickpunkt rückt“. Aus dem ist Takahara jüngst verschwunden. Am Donnerstag abend gar verabschiedete sich der Japaner Mitte der zweiten Halbzeit gegen Palermo von der Auswechselbank. Allerdings nicht, weil er keine Lust verspürte weiter zuzuschauen, sondern weil ihm ein plötzlicher Magen- Darm-Virus zu schaffen machte.

Am Freitag hat er sich wieder im Mannschaftskreis zurückgemeldet, ist 25 Minuten gelaufen. „Wenn er rechtzeitig wieder zu Kräften kommt, steht er zumindest im Kader - oder er spielt sogar von Anfang an“, so sein Trainer. So oder so - 5000 Karten sind noch für das Duell der im Ligaalltag ungeschlagenen Hessen gegen die Franken erhältlich.

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Jahrgang 1961, Sportredakteur.

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