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Einkommen Wie man als Profisportler reich wird

13.10.2006 ·  Ich bin neun Jahre alt und möchte später mal mein Geld am liebsten als Profisportler verdienen. In welcher Sportart geht das denn am leichtesten?

Von Frank Neumann
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Ich bin neun Jahre alt und möchte später mal mein Geld am liebsten als Profisportler verdienen. In welcher Sportart geht das denn am leichtesten?

Natürlich läßt sich in vielen Sportarten ein Heidengeld scheffeln. Michael Schumacher zum Beispiel weiß bestimmt schon gar nicht mehr, wohin damit. Mit 52 Millionen Euro wird Schumi auch in diesem Jahr wieder unangefochten Deutschlands bestverdienender Sportler sein. Dahinter muß sein Bruder Ralf den zweiten Platz bald abgeben, weil Dirk Nowitzki gerade bei den Dallas Mavericks einer Vertragsverlängerung zugestimmt hat, die wir auch nicht ausgeschlagen hätten.

Bis zum Jahr 2011 kriegt er 60 Millionen Dollar fürs Bällewerfen. Das sind ungefähr 500.000 Jahre Taschengeld. Oder stell Dir Onkel Dagoberts Geldspeicher vor. Es läuft aufs selbe hinaus. So leicht wird man natürlich weder Formel-1-Fahrer noch Basketballprofi in der NBA. Dazu gehört nicht nur unglaublich viel Talent, Disziplin und Durchsetzungsvermögen, sondern auch eine Menge Glück. Wie viele Formel-1-Plätze werden jedes Jahr neu vergeben? Wie viele Deutsche haben es schon in der NBA zu etwas gebracht? Eben.

Geld und Ruhm liegen auf dem Fußballplatz

Abraten muß ich Dir auch von der Leichtathletik, vom Schwimmen oder ähnlichen Sachen. Zu viel Arbeit, zu wenig Geld; wenn überhaupt. Zum Beispiel die Ruderer. Die sind schon morgens beim Training, wenn Dein großer Bruder aus der Disko nach Hause geschlurft kommt, schuften wie die Besessenen, bringen nebenbei noch gute Schulnoten nach Hause, und wenn sie dann mal bei einer Weltmeisterschaft um den Sieg mitrudern, bohrt sich ein Treibholz ins Ruderblatt. Geld gibt's auch keins. Ganz schön bescheuert.

Nein, nein. Geld und Ruhm im Sport liegen auf dem Fußballplatz. Mehr als 2000 Fußballprofis hat das Land. Da stehen die Chancen nicht schlecht. Außerdem ist es der beste Job, den man sich vorstellen kann. Spät aufstehen und ein paar Stündchen in der Woche locker trainieren. Wenn die Mannschaft verliert, war der Trainer schuld. In der Bundesliga geht es selbst von der Ersatzbank nach Hause im Porsche, und doof sein schadet nicht.

Nur den Blick fürs Wesentliche darf man nicht verlieren; nämlich den Blick auf den Kontostand. Das haben unsere Nationalkicker richtig gemacht. Wenn sie es bis zur Europameisterschaft schaffen, kriegen sie bis zu 150.000 Euro. Pro Spieler, versteht sich. Und wenn das Knie mal kaputt ist, wirst Du Trainer. Die machen den größten Reibach. Wenn ein Trainer gefeuert wird, ist es nicht wie bei Papa, der den Urlaub nicht mehr bezahlen kann. Trainer kriegen nicht Hartz IV, Trainer kriegen eine Abfindung. Aber das ist ein anderes Thema.

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