http://www.faz.net/-gzg-75hd7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 03.01.2013, 12:36 Uhr

Sperrgebiet in Nordhessen Weiterer Fall von Vogelgrippe

Vier Jahre lang war das Vogelgrippe-Virus H5N2 nicht auf Geflügelhöfen in Deutschland aufgetaucht. Doch nun gibt es innerhalb von vier Wochen bereits den zweiten Fall. Beide sind in Nordhessen.

© dapd Insgesamt 60 Enten und Hühner seien auf dem Geflügelhof in Nordhessen wegen des Virusbefalls getötet worden, sagte der Landrat

Abermals ist auf einem Geflügelhof in Nordhessen das Vogelgrippe-Virus H5N2 ausgebrochen. Insgesamt 60 Enten und Hühner seien getötet worden, sagte der Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg, Reinhard Kubat. „Wir haben heute ein Sperrgebiet von einem Kilometer angeordnet“, sagte. Zuvor hatte das Nachrichtenportal „hna.de“ über den Fall in Gemünden (Wohra) berichtet. Demnach wurde der Erreger bereits am 28. Dezember 2012 entdeckt.

Es seien Proben gezogen worden, sagte Kubat weiter. Nach seinen
Angaben handelt es sich den Untersuchungsergebnissen zufolge um einen niedrigpathogenen, also weniger krankheitserregenden Typ. Er berief sich auf das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Für Menschen bestehe keine Gefahr. Kubat sagte, er hoffe, die Sperrung in wenigen Wochen wieder aufheben zu können.

Weitere Untersuchungen

Erst vor rund vier Wochen war ein H5N2-Virus auf einem Hof eines Hobbyzüchters im benachbarten Landkreis Kassel entdeckt worden.  Dort wurden 11 Gänse, 25 Enten und 4 Hühner getötet. Nach Angaben des hessischen Verbraucherschutzministeriums war dies der erste Fall von Vogelgrippe in einem Betrieb in Hessen überhaupt. Der Landkreis gab Entwarnung, nachdem 850 Tieren im Umkreis untersucht worden waren.

Alle Tests seien negativ ausgefallen, sagte ein Kreissprecher. Mitte Januar sollen die Tiere zur Sicherheit wieder untersucht werden. Davor war das H5N2-Virus in Deutschland nach Angaben des FLI zuletzt vor vier Jahren in Sachsen aufgetreten.

Quelle: lhe

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Freiburg Ermittlungen gegen Jugendamt nach Alessios Tod eingestellt

Nach dem gewaltsamen Tod des dreijährigen Alessio sitzt der Stiefvater im Gefängnis, der Sachbearbeiter im Jugendamt muss eine Geldstrafe zahlen. Die Leitung der Behörde geht nun straffrei aus. Mehr

27.07.2016, 15:45 Uhr | Aktuell
Saint-Etienne-du-Rouvray Zwei Geiselnehmer in Nordfrankreich von Polizei getötet

Bei einer Geiselnahme in einer Kirche in der Normandie ist offiziellen Angaben zufolge ein Priester getötet worden. Eine weitere Geisel sei schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher des französischen Innenministeriums am Dienstag. Die mit Messern bewaffneten Männer hatten in Saint-Etienne-du-Rouvray fünf Menschen in ihre Gewalt gebracht – neben dem Priester zwei Nonnen und zwei Kirchgänger. Mehr

26.07.2016, 19:01 Uhr | Politik
Attacke in Florida Zwei Tote bei Schießerei vor Club

Vor einem Club in Florida fallen Schüsse, es herrscht Panik. Erinnerungen an den Anschlag in Orlando werden wach. Mehr

25.07.2016, 15:05 Uhr | Aktuell
Zeremonie in Normandie Gedenken an getöteten Pfarrer

Mit einer Zeremonie ist im französischen Städtchen Saint-Etienne-du-Rouvray des getöteten Priesters gedacht worden. Zwei radikale Islamisten hatten eine Kirche überfallen und den Geistlichen getötet. Nach dem Anschlag auf das Gotteshaus hat eine IS-nahe Agentur ein weiteres Video veröffentlicht, das einen der Attentäter zeigen soll. Mehr

29.07.2016, 15:02 Uhr | Gesellschaft
Bluttat in Reutlingen Täter und Opfer waren ein Paar

Es ist eine Gewalttat, die am Sonntag die Bürger in Reutlingen schockiert hat. Nun werden weitere Einzelheiten über den syrischen Flüchtling bekannt, der eine Frau aus Polen mit einem Dönermesser tödlich verletzte. Mehr Von Rüdiger Soldt, Stuttgart

25.07.2016, 18:07 Uhr | Gesellschaft

Schluss um Mitternacht

Von Helmut Schwan

Flughafenbetreiber Fraport fordert mehr Flexibilität bei der Handhabung des Nachtflugverbots. Minister Al-Wazir verspürt aber keine Lust, sich auf diesem Feld Ärger einzuhandeln. Mehr 5 8

Abonnieren Sie unsere Rhein-Main Newsletter

  • Newsletter auswählen

    Newsletter auswählen