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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Sorgen um Roth-Referent Arning Biograph im Nebenjob

 ·  Die SPD macht sich Sorgen um Roth-Referent Arning: Arbeitet er zu viel, weil er nun auch noch die Biographie der Oberbürgermeisterin schreibt? Und darf er das überhaupt?

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Natürlich muss ihr Leben festgehalten werden. Ihre Leistungen, ihr Weg. Die Frage war lange, wer die Biographie von Petra Roth verfassen würde. Doch in ihrem Referenten Matthias Arning hat die scheidende Oberbürgermeisterin inzwischen einen Mann gefunden, der ihrer großen Geschichte eine literarische Form geben kann. Von 5bis 9Uhr sitzt Arning nun jeden Morgen am Schreibtisch und feilt an den Sätzen - dann geht er ins Rathaus. Roths Biographie, darauf legt er Wert, schreibt er außerhalb seiner Dienstzeit.

Die SPD aber wittert Ungebührliches. „Hat der Magistrat die Nebentätigkeit von Dr. Arning genehmigt?“, fragt der Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling deshalb den Magistrat. Und fügt sarkastisch die Frage nach, wie der Magistrat sicherstelle, dass Arning seinen Dienst ausgeschlafen und ausgeruht antrete.

Hilmar Hoffmann hat es doch auch gemacht

Ein Sozialdemokrat, der die 38-Stunden-Woche für eine Errungenschaft hält, kann sich offenbar nicht vorstellen, dass jemand freiwillig zehn oder zwölf Stunden am Tag arbeitet - und dies freudig und ohne Schaden an Leib und Seele zu nehmen. Das war nicht immer so. Der Sozialdemokrat Hilmar Hoffmann etwa hat in seiner Zeit als Kulturdezernent vor seinem Dienstantritt regelmäßig an seinen Büchern über den Film im Dritten Reich gearbeitet. Und das vermutlich ohne Nebentätigkeitsgenehmigung seines Oberbürgermeisters Walter Wallmann.

Doch möglicherweise ist Oesterling tatsächlich in tiefer Sorge um das leibliche Wohl des Roth-Biographen. Er darf sich allerdings trösten: Denn wenn sein Parteifreund Peter Feldmann im Juli das Oberbürgermeister-Büro im Römer bezogen haben wird, dürfte Arning viel freie Zeit zum Schreiben haben.

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Jahrgang 1954, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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