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„Sky Run“ im Messeturm : Jede Minute zehn Etagen

  • -Aktualisiert am

Aufsteiger: Piotr Lobodzinski hat den Treppenlauf im Messeturm auch in diesem Jahr wieder gewonnen. Bild: Wonge Bergmann

Es ist der höchste Treppenhauslauf in Europa. Ganze 1202 Stufen muss man im „Sky Run“ überwinden, um ins Ziel zu kommen. Keine sieben Minuten hat Piotr Lobodzinski dafür gebraucht und hat mit seiner Zeit gewonnen.

          Nach weniger als sieben Minuten rennt Piotr Lobodzinski durch ein Spalier aus Cheerleadern. Sie stehen im Ziel des neunten „Sky Runs“ im Messeturm. Wie schon im Vorjahr hat der Pole die 61 Etagen, 1202 Stufen und 222 Höhenmeter als Erster hinter sich gebracht. Ihm auf dem Fuß folgt Christian Riedl aus Erlangen. Im Februar hatte er den prestigeträchtigsten Treppenlauf der Welt gewonnen, den „Empire State Building Run-Up“. Mit einer Zeit von sechs Minuten und 40 Sekunden trennen ihn an diesem Sonntag nur zwei Sekunden vom Sieg. „Man fragt sich schon, wo die auf 61 Stockwerken liegen geblieben sind“, sagt Riedl.

          Trotzdem ist er zufrieden: Er habe seine persönliche Bestleistung erzielt. Außerdem sei er wegen einer gerade erst auskurierten Erkältung nicht in der Form vom Februar. Aber auch Lobodzinski war schon flotter unterwegs: Er liegt zehn Sekunden über seiner Rekordzeit aus dem Vorjahr. Oben angekommen, lassen sich viele Teilnehmer auf den Boden fallen. „Ich sehe noch alles, das ist ein gutes Zeichen“, sagt ein keuchender Läufer. Im Ziel ist es warm und stickig, es riecht stark nach Schweiß. Eine Traube von Läufern hat sich um einen Ergebnismonitor versammelt. Man gratuliert sich, Läufer jubeln oder schimpfen über

          bessere oder schlechtere Zeiten als im Training. Mit Frankfurt verbinde er stets schöne Läufe, sagt Christian Riedl. Auch wenn ihm das dreieckige Treppenhaus im Messeturm nicht liege. „Ich brauche möglichst steile Stufen“, erklärt er. Sein Lieblingsturm sei der „Taipei 101“ in Taipeh. Als Profisportler sieht sich Riedl nicht. Sein Training sei zwar intensiv, er arbeite wie die meisten Starter jedoch Vollzeit. Wer dennoch solche Strapazen wie im Messeturm übersteht, hat eine Anerkennung verdient, egal wie schnell er ist: Im Ziel bekommt jeder Läufer eine Medaille.

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