14.02.2012 · Smiths Heimann will bis Ende des nächsten Jahres rund 175 von 614 Arbeitsplätzen in Wiesbaden abbauen. Das Unternehmen stellt Geräte her, mit denen Gepäck etwa von Flugpassieren durchleuchtet wird.
Von Ewald Hetrodt, WiesbadenDas Unternehmen Smiths Heimann will bis Ende des nächsten Jahres rund 175 von 614 Arbeitsplätzen in Wiesbaden abbauen. Das bestätigte die britische Konzernzentrale gestern dieser Zeitung. Die börsennotierte Smiths Group sieht sich als Weltmarktführer bei der Entwicklung von Technologien, mit denen sich Gefahrstoffe, Schmuggelware und andere verborgene Objekte aufdecken lassen. Sie beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 23 000 Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern.
Heimann gehört seit knapp zehn Jahren zu der Gruppe. An zwei Standorten in den Stadtteilen Erbenheim und Nordenstadt werden Röntgenprüfsysteme hergestellt, die zum Beispiel an den Kontrollstellen auf Flughäfen oder an Grenzen der Durchleuchtung von Koffern dienen.
Von den 614 Beschäftigten sind rund 85 als Leihkräfte angestellt. Ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommt, scheint noch nicht festzustehen. Die Belegschaft wurde in der vergangenen Woche darüber informiert, dass Teile der Produktion schrittweise nach Asien verlegt werden.
Dadurch soll die Wiesbadener Smiths-Tochter die Kosten senken und ihren Marktanteil in den asiatischen Wachstumsmärkten erhöhen. Der Standort wird nach den Plänen des Konzerns globales Forschungs- und Entwicklungszentrum für Röntgentechnologie bleiben. Darüber hinaus sollen dort auch in Zukunft rund 450 Beschäftige in der Produktion arbeiten. Hergestellt werden ein Teil der Röntgenprüfsysteme, Detektoren und Generatoren sowie Kleinserien und Neuentwicklungen.