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Schulreform rückwärts Opposition findet Angebot an G9-Plätzen nicht ausreichend

Zum Schuljahr 2013/2014 können auch Gymnasien wieder eine dreizehnjährige Schulzeit bis zum Abitur anbieten. Nicht alle können oder wollen da mitmachen. Nach Meinung des Kultusministeriums reichen die Plätze für die Nachfrage. Die Opposition sieht das anders.

© Kretzer, Michael Zu wenig Plätze für G9: Heike Habermann, schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

 Reichen die Plätze an den hessischen Schulen für eine Rückkehr zu einer 13-jährigen Schulzeit bis zum Abitur aus? Die Oppositionsparteien im Landtag haben da ihre Zweifel. Die SPD-Abgeordnete Heike Habermann kritisierte im Schulausschuss am Donnerstag, dass nur gut ein Drittel der Schüler, die im kommenden Schuljahr in den fünften Klassen erwartet werden, die Chance zu einem Abitur erst nach 13 Jahren (G9) habe. Bisher gilt in Hessen G8. Die Opposition hatte stets ein Angebot mit 13 Schuljahren bis zum Abitur verlangt.

Kultusstaatssekretär Alexander Lorz (CDU) hatte dem Ausschuss berichtet, dass von den 107 Gymnasien 11 zum kommenden Schuljahr parallel den Weg zum Abitur in 13 Jahren und in 12 Jahren (G8) anbieten wollten. Damit beteiligen sie sich an dem vom Kultusministerium entwickelten Modellversuch, der nur in mehrzügigen Gymansien möglich ist. 39 Gymnasien wollen zu der längeren Schulzeit G9 zurückkehren, wie Lorz sagte. Der Rest bleibe bei G8.

Acht Städte und Kreise bleiben ohne G9

„Ich sehe keinen Anhaltspunkt, dass das Angebot für G9 nicht bedarfsgerecht ist“, erklärte Lorz. Schließlich gebe es in jedem Schulamtsbezirk mindestens ein Angebot für die dreizehnjährige Schulzeit, wenn man außer den Gymnasien auch die integrierten und die kooperativen Gesamtschulen einrechne.

In acht Städten und Kreisen des Landes werde es im kommenden Schuljahr kein Gymnasium mit G9 geben, rechnete der Grünen-Abgeordnete Mathias Wagner vor. Dort müssten Eltern, die für ihre Kinder diesen Abschluss wollten, auf Gesamtschulen ausweichen.

Staatssekretär Lorz betonte: „Wir wollen keine Schule zwingen, ihre Organisationsform zu ändern.“ Vielmehr setze das Kultusministerium auf die Ergebnisse, die Schulen vor Ort erarbeiteten und nicht auf Verordnungen vom Ministerium.

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Quelle: LHE

 
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