06.07.2009 · Dass ein Film 24 Bilder pro Sekunde zeigt, ist vielen bekannt. Dass in 90 Minuten 2700 Meter Film zusammenkommen, hat die Klasse G5a der Schule am Ried bei einer Führung durch das Deutsche Filmmuseum erfahren.
Von Ann-Sophie TrögerFrau Dietrich, die Führerin im Deutschen Filmmuseum, erklärte der neugierigen Klasse, dass die Brüder Lumière für den Beginn des Filmemachens verantwortlich waren. Ihr Erbe zu bewahren und den Ursprung des Films sowie seine technischen Veränderungen dem Publikum zu präsentieren, diesen Aufgaben widmet sich das Filmmuseum. Sehr witzig fanden die Schüler den fliegenden Teppich, auf dem man mit Hilfe von ein paar einfachen Tricks über die Skyline der Stadt Frankfurt fliegt.
Für die Schüler war es auch neu und interessant zu erfahren, dass 24 Bilder in der Sekunde 50 Zentimeter Filmmaterial sind, das heißt, zwei Sekunden sind schon ein Meter, und 90 Minuten ergeben 2700 Meter. Eine Kinofilmrolle wiegt zirka 20 Kilogramm, und in einem normalen Spielfilm sieht man in 90 Minuten etwa 130000 einzelne Fotos. Die Bilder werden sehr schnell über einen Projektor gezogen - zu schnell für unser Auge, deshalb nehmen wir die Bilder als fortlaufende Bewegung wahr.
Die Klasse hatte sich ein paar Fragen überlegt, zum Beispiel, wie breit eine Filmrolle ist, wie ein Film entwickelt wird und wie ein Trickfilm entsteht. Auf alle diese Fragen ging Frau Dietrich gerne und geduldig ein. Doch es gab noch viel mehr Spannendes zu entdecken - zum Beispiel das Testen des Fahrsimulators. Auch die Nachbauten von verschiedenen Kulissen waren sehr beeindruckend. Sie sehen echt aus, doch auch hier werden einfache Tricks angewendet um beispielsweise zu zeigen, wie jemand in ein Haus geht, das nur gemalt ist.
Außerdem gibt es einen Raum nur für Kostüme und Masken - auch sie gehören zum Film, und der eine oder andere fühlte sich dort an seinen Lieblingsfilm erinnert. Zum Abschluss durfte sich jeder noch mal an den Schreibtisch einer Bürokulisse aus einer erfolgreichen amerikanischen Detektivserie aus den vierziger Jahren setzen, und so manch einer kam sich ein bisschen wie ein „Star“ vor.