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Hofheim am Taunus : Schüsse auf Asylheim: Täter wird begutachtet

  • Aktualisiert am

Tatort: Ein junger Mann hat im April 2015 betrunken zehn Schüsse auf diese Asylbewerberunterkunft in Hofheim abgegeben Bild: dpa

Ein junger Mann hat im April 2015 betrunken zehn Schüsse auf eine Asylbewerberunterkunft in Hofheim abgegeben. Er ist geständig. Der Prozess gegen wird dennoch ausgesetzt.

          Nach Schüssen aus einer Gaspistole auf eine Asylbewerberunterkunft in Hofheim am Taunus soll der mutmaßliche Schütze auf eine mögliche Alkoholerkrankung hin begutachtet werden. Das Landgericht Frankfurt setzte das Verfahren gegen den Mann deshalb am Mittwoch bis zum 20. April aus. An diesem Termin soll dann ein Mediziner seine Erkenntnisse dem Gericht mitteilen.

          Der heute 22 Jahre alte Angeklagte hatte im April 2015 betrunken zehn Schüsse auf den Wohncontainer abgegeben, in dem mehrere Asylsuchende schliefen. Der Schaden belief sich auf mehrere Hundert Euro - die Bewohner bemerkten die Schüsse seinerzeit nicht direkt.

          Angeklagter gesteht gezielte Schüsse

          In einem ersten Prozess war der zum Zeitpunkt der Tat noch heranwachsende Mann wegen Sachbeschädigung verwarnt worden. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, so dass der Fall nun beim Landgericht liegt. Dort gab der Angeklagte am Mittwoch zu, gezielt auf die Unterkunft geschossen zu haben. Er habe eine Affinität zu rechtsradikalem Gedankengut.

          In dem Prozess geht es jetzt um eine mögliche Therapieauflage. Ursprünglich hatte sich die Staatsanwaltschaft für eine Jugendstrafe wegen einer fremdenfeindlichen Gesinnung des Mannes ausgesprochen.

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