Home
http://www.faz.net/-gzg-754p3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Schotten Tod bei Party: Jugendlicher unter Verdacht

Der gewaltsame Tod eines jungen Mannes bei einer Geburtstagsfeier erschüttert Schotten im Vogelsberg. Ein Jugendlicher soll mit einem Küchenmesser zugestochen haben. Die Klinge traf das Opfer ins Herz.

© dpa Kerzen und Blumen erinnern in die Opfer der Messerstecherei in Schotten

Nach einer tödlichen Messerstecherei im Jugendzentrum von Schotten steht ein 17 Jahre alter Jugendlicher unter dringendem Tatverdacht. „Er hat nicht in Abrede gestellt, zugestochen zu haben“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Gießen, Ute Sehlbach-Schellenberg, am Montag nach einer Vernehmung des Jugendlichen. Ermittelt werde wegen Totschlags. Der 21 Jahre alter Mann aus Schotten, dem die Attacke bei einer Party in der Nacht zum Sonntag das Leben kostete, starb laut Obduktion an einem Stich ins Herz. Der mutmaßliche Täter wurde später festgenommen.

Tatwaffe war ein Küchenmesser mit einer 20 Zentimeter langen Klinge. Ob der mutmaßliche Täter das Messer mitbrachte oder es am Tatort ergriff, sei noch unklar. Drei weitere junge Männer im Alter von 17 bis 19 Jahre erlitten bei der Auseinandersetzung in dem Jugendzentrum Verletzungen. „Keiner von ihnen wurde aber lebensbedrohlich verletzt“, sagte Sehlbach-Schellenberg.

Bürgermeisterin bei Familie des Getöteten

In der Grundschule nahe dem Jugendzentrum fiel am Montag der Unterricht aus, wie die Stadt mitteilte. Am Jugendzentrum wurden zahlreiche Blumen niedergelegt, Kerzen aufgestellt und Gedenkbriefe abgelegt. Ein mit einer Plane versehener Bauzaun sperrte den Gebäudeeingang ab. Die Tat war Stadtgespräch in der 10.000 Einwohner zählenden Kommune im Vogelsbergkreis. Bürgermeisterin Susanne Schaab (SPD) besuchte die Familie des Getöteten.

Mehr zum Thema

Nach ihren Angaben hatte „eine ganz normale Gruppe von Jugendlichen aus der Stadt“ den Raum gemietet, um den Geburtstag eines Mädchens zu feiern. Offenbar seien dann auch Besucher gekommen, die nicht eingeladen waren, sagte Schaab.

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Terror in Tunesien Todesstoß für den Tourismus

Im tunesischen Sousse badet kaum einer mehr, die meisten Touristen sind abgereist. Die Spuren des Attentats im Hotel Marhaba sind nicht zu verdecken. Ein Grund: Die Sicherheitsmaßnahmen waren hier nicht verschärft worden. Mehr

28.06.2015, 17:28 Uhr | Politik
Exklave Melilla Spanien schottet sich gegen Flüchtlinge ab

Ein sieben Meter hoher Zaun trennt Afrika von Europa: In der Exklave Melilla in Marokko versucht Spanien mit allen Mitteln, gegen den Ansturm von Flüchtlingen vorzugehen - nicht immer gelingt das. Mehr

15.01.2015, 15:29 Uhr | Politik
Graz Rätselraten über Motiv des Amokfahrers

Der mutmaßliche Täter spricht von einer Messerstecherei – dass er auf dem Weg zum Tatort Menschen angefahren hat, hält er für möglich. Es herrscht weiter Unklarheit darüber, was den 26 Jahre alten Österreicher zur Bluttat trieb. Mehr Von Stephan Löwenstein, Wien

22.06.2015, 20:48 Uhr | Gesellschaft
Ölpreis Billiges Öl stürzt Schotten in Krise

Der Rest Europas freut sich über den Verfall der Ölpreise - in Schottland aber bangen viele Menschen deswegen um ihre Jobs: Die Öl- und Gasförderindustrie ist etwa in der Region Aberdeen der wichtigste Arbeitgeber. Hier drohen tausende Stellenverluste und das Ende des Ölrausches. Mehr

07.02.2015, 11:45 Uhr | Wirtschaft
Mädchen stirbt Geländewagen rast in Warteschlange vor Schwimmbad

Ein 14 Jahre altes Mädchen, das vor dem Waldschwimmbad in Lollar bei Gießen auf den Einlass wartete, ist tot. Eine Frau hatte Gas und Bremse verwechselt und fuhr mit ihrem Geländewagen in die Menge. Mehr

01.07.2015, 21:04 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 17.12.2012, 14:22 Uhr

Zu Lasten Dritter

Von Manfred Köhler

Die Stromtrasse „Suedlink“ soll nun auf längeren Strecken unterirdisch verlaufen. Wirtschaftsminister Al-Wazir lobt diesen Plan - zahlen müssen Bürger und Wirtschaft. Die Beschlüsse offenbaren einiges über die hessische Energiepolitik. Mehr 5