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Scharfe Kritik an Ministerin Opposition: Konzept für Partikeltherapie fehlt

In der Diskussion über die Partikeltherapieanlage am Klinikum Gießen und Marburg macht die Opposition im Landtag mehr Druck auf Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann. Sie vermisst ein Konzept.

© dpa Vergrößern Die Partikeltherapieanlage in Marburg bereitet Ministerin Kühne-Hörmann Kopfzerbrechen, weil das Uni-Klinikum die Frist zur Inbetriebnahme hat verstreichen lassen

In der Diskussion über die Partikeltherapieanlage am Universitätsklinikum Gießen und Marburg hat die Opposition im Landtag den Druck auf Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) erhöht. Nach einer Sitzung des zuständigen Landtagsausschusses beklagten SPD und Grüne, dass die Ministerin noch immer kein Konzept zur Zukunft der Marburger Anlage zur Krebsbehandlung vorgelegt habe. Sie flüchte sich in Geheimniskrämerei, weil sie die Sache nicht in den Griff bekomme, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Spies. Offenbar habe sich die Landesregierung bei der Privatisierung des Klinikums vom Betreiber, der Rhön-Klinikum AG, so sehr über den Tisch ziehen lassen, dass sie sich jetzt in einer schlechten Verhandlungsposition befinde.

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Wenn das Partikeltherapiezentrum nicht für die klinische Forschung bereitgestellt werde, schade das auch dem Wissenschafts- und Forschungsstandort Marburg, der seinen sehr guten Ruf als Zentrum für Tumorforschung zu verlieren habe, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Kordula Schulz-Asche. Kühne-Hörmann sei eine „grottenschlechte Wissenschaftsministerin“. Seit zwei Jahren werde die Landesregierung von der Rhön-Klinikum AG „am Nasenring durch die Manege gezogen“.

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Kühne-Hörmann hatte zuvor im Ausschuss gesagt, dass sie weiter intensiv mit dem Klinikumsbetreiber verhandele. Das Land hatte von Rhön und dem von der AG mehrheitlich getragenen Uni-Klinikum Gießen und Marburg ursprünglich erwartet, dass die rund 120 Millionen Euro teure Partikeltherapieanlage spätestens Ende 2012 den Betrieb aufnimmt. Dies ist aber wegen anhaltender technischer Schwierigkeiten nicht geschehen.

Beide Vertragspartner sind dem Vernehmen nach bemüht, eine außergerichtliche Einigung über die finanziellen Konsequenzen zu erreichen.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 23.01.2013, 23:24 Uhr

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