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„Säulen der Eintracht“ : Wiedersehen der Legenden in U-Bahn-Station

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Der „treue Charly“ Körbel zählt natürlich als Bundesliga-Rekordspieler zu den Eintracht-Allstars, deren Bilder in der U-Bahn-Station Willy-Brandt-Platz hängen Bild: Kammerer, Bernd

In der U-Bahn-Station Willy-Brandt-Platz mitten in Frankfurt gibt es fortan ein tägliches Wiedersehen mit den Allstars der Adlerträger. Denn dort stehen jetzt die „Säulen der Eintracht“.

          Als Heribert Bruchhagen die „Panorama Bar“ im Schauspiel Frankfurt betritt, muss sich der Vorstandschef der Eintracht eigentlich ganz heimisch fühlen: Aus den Lautsprechern schallt „Im Herzen von Europa“, und an der Wand wird die Mannschaft präsentiert. Allerdings nicht etwa die Elf, die am Samstag in der Bundesliga gegen Hoffenheim antreten soll. Vielmehr geht es hier um die Spieler, die ein Trainer aufstellen würde, wenn er sich aus dem ewigen Kader des Frankfurter Traditionsvereins bedienen könnte: Oka Nikolov, Uwe Bindewald, Bruno Pezzey, Charly Körbel, Jay-Jay Okocha, Uwe Bein, Jürgen Grabowski, Alexander Schur, Bum Kun Cha, Anthony Yeboah, Bernd Hölzenbein und als Trainer Jörg Berger. Das sind die „Säulen der Eintracht“.

          Mehr als 15.000 Eintracht-Anhänger haben im vergangenen Jahr im Internet über diese Jahrhundertelf abgestimmt. Und seit gestern werden die Auserwählten in der U-Bahn-Haltestelle Willy-Brandt-Platz als Legenden geehrt. Jeder Spieler hat dort eine eigene Säule bekommen, auf der sein Konterfei prangt.

          Anthony Yeboah war zur Präsentation eigens aus Ghana angereist
          Anthony Yeboah war zur Präsentation eigens aus Ghana angereist : Bild: Kammerer, Bernd

          Einige der Legenden sind bei der Präsentation in der „Panorama Bar“ und in die U-Bahn-Station persönlich anwesend. Bum Kun Cha und Anthony Yeboah haben dafür lange Reisen auf sich genommen. Und mehr als über die Ehrung scheinen sie sich über das Treffen mit alten Kameraden zu freuen. Auch Charly Körbel, der mit allen Ausgezeichneten zusammengespielt hat, ist die Freude deutlich anzusehen. Auf dem Weg zur U-Bahn-Station schnappt er sich Cha und Yeboah mit einem Grinsen: „Na Jungs, wie oft nur habe ich euch beiden in die Waden gebissen?“

          Auch Bernd Hölzenbein schwelgt in Erinnerungen. Am Ende der Präsentation nimmt er Chas Frau in den Arm und sagt: „Was waren das damals für Zeiten? Und jetzt hängen wir hier an der Wand.“

          Begehrtes Fotomotiv bei Passanten: Der aus Seoul angereiste frühere Eintracht-Stürmer Bum Kun Cha neben Karl-Heinz Körbel
          Begehrtes Fotomotiv bei Passanten: Der aus Seoul angereiste frühere Eintracht-Stürmer Bum Kun Cha neben Karl-Heinz Körbel : Bild: dpa

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