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Roßdorf : Gericht lehnt Prozess nach Rocker-Überfall ab

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Unter Verdacht: Die Schlägerei in Roßdorf, bei der mehrere Mitglieder der Black Souls verletzt wurden, zog 2010 eine bundesweite Razzia gegen die Hells Angels nach sich Bild: dpa

Im Juni 2010 sollen Hells Angels einen Überfall auf Mitglieder der Black Souls in Roßdorf verübt haben. Zu einem Prozess kommt es deswegen aber nicht: Für die Vorwürfe gegen 20 Verdächtige fehle es an Zeugen, heißt es.

          Ein blitzartiger Überfall im Rockermilieu in Südhessen kommt auch fast drei Jahre später erst einmal nicht vor Gericht. Das Landgericht Darmstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft nicht zu und lehnte einen Prozess wegen besonders schweren Raubs und gefährlicher Körperverletzung ab.

          Für die Vorwürfe gegen 20 Verdächtige fehle es an Zeugen, teilte das Gericht mit. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt legte sofortige Beschwerde ein, jetzt muss das Oberlandesgericht Frankfurt entscheiden. Hintergrund ist eine Schlägerei im Juni 2010 in Roßdorf.

          Prügeleien und Fälle von Raub

          Dort hatte der Club Black Souls auf einem Grillplatz sein 40. Jubiläum gefeiert. Plötzlich sollen etwa 50 Rocker der Hells Angels aufgetaucht sein, brutal auf Biker eingedroschen sowie Handys, Geldbörsen und andere Gegenstände geraubt haben. Mehrere Menschen wurden verletzt.

          In mehreren Bundesländern folgte daraufhin eine Razzia gegen Mitglieder der Hells Angels. Zwei von ihnen müssen sich nun in Darmstadt und in Fürth/Odenwald vor Amtsgerichten verantworten, wegen Drogen- und Waffenbesitzes sowie Hehlerei.

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