19.12.2008 · Roland Koch denkt nicht daran aufzugeben. Im Januar stand der zuvor so Erfolgsverwöhnte am Rande des politischen Scheiterns. In den vergangenen Monaten ist er zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich lohnt zu kämpfen.
Am Abend des 27. Januar stand der zuvor so Erfolgsverwöhnte am Rande des politischen Scheiterns. Der Verlust von zwölf Prozentpunkten für die CDU war auch ein Misstrauensvotum gegen den seit neun Jahren amtierenden Ministerpräsidenten. Aber Koch dachte nicht lange daran, aufzugeben: Aus der Tatsache, dass die Union um Haaresbreite noch einmal stärkste Partei geworden war und dass ihn ein Parteitag mit 95,3 Prozent als Landesvorsitzenden bestätigte, zog er die Erkenntnis, dass es sich lohne zu kämpfen.
Als geschäftsführender Regierungschef behielt der Fünfzigjährige die wichtigsten Fäden in der Hand, ließ die rot-grün-rote Landtagsmehrheit gewähren, wenn es nicht anders ging, zeigte SPD, Grünen und Linkspartei aber auch, wo eine Mehrheit ohne Regierungsmacht ihre Grenzen findet. Mit der vorgezogenen Neuwahl erhält Koch eine neue Chance, und er hat schon erkennen lassen, dass er den Wählerwink mit dem Zaunpfahl verstanden hat. (ler.)