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Römer-Hinterbänkler Holtz verlässt CDU und gibt FDP einen Korb

03.03.2010 ·  Der Stadtverordnete Wolff Holtz hat seinen Austritt aus der CDU-Fraktion erklärt. Holtz vollzog damit seine mehrfachen Ankündigungen, die Fraktion wegen unterschiedlicher Auffassungen verlassen zu wollen.

Von Rainer Schulze
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Der Stadtverordnete Wolff Holtz hat seinen Austritt aus der CDU-Fraktion erklärt. Holtz vollzog damit seine mehrfachen Ankündigungen, die Fraktion wegen unterschiedlicher Auffassungen verlassen zu wollen. Er erklärte auf Anfrage, bis zur Kommunalwahl fraktionsloser Stadtverordneter bleiben zu wollen. Eine von der FDP angebotene "Hospitanz" habe er zurückgewiesen. Er überlege nun, eine eigene Wählergruppe zu gründen.

In seinem Rücktrittsschreiben, das er in der Fraktionssitzung der CDU verteilte, kritisiert Holtz, dass es in der Fraktion keine Diskussionskultur gebe, wie sie einer modernen Großstadtpartei angemessen wäre. Außerdem hält er der Fraktion das hohe Durchschnittsalter der Mitglieder von 59 Jahren vor. Holtz war einer von drei CDU-Stadtverordneten, die jünger als 35 Jahre sind.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Horst Kraushaar verkündete gestern Abend in einer einzeiligen Pressemitteilung, dass Holtz "mit Schreiben vom 3. März 2010 seinen Austritt aus der CDU-Fraktion erklärt hat". Der Austritt ist das Ende eines seit langem gärenden Streits. Die Fraktion hatte Holtz, der mehrfach gegen die Fraktionsdisziplin verstoßen hatte, im Januar wegen Indiskretionen aus dem Planungsausschuss ausgeschlossen.

Nach dem Austritt hat die Koalition noch eine Mehrheit von einer Stimme. Die Jungen Liberalen äußerten, die "Ära von Schwarz-Grün" neige sich dem Ende zu. Sie befürchten nun im Römer einen "politischen Stillstand".

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Jahrgang 1978, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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